Abgelegt unter: katholisches
Seit sage und schreibe 5 Jahren sind wir jetzt am Netz mit katholon.net.
Ein Beitrag zu unserem Geburtstag findet sich hier.
… und es macht immer noch viel Freude mit der Bande. ![]()
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Eigentlich habe ich vom Winter inzwischen die Nase voll. Das Wetter war jedoch heute so, daß es zu einem Spaziergang einlud.
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| Verne und Salzkotten |
Ein Klick auf das Bild und man kann ein paar schöne Winterbilder sehen.
Jetzt ist es ausgerechnet ein Stöckchen, mit dem ich wieder anfange zu bloggen. Dabei ist das Thema des nächsten Blogeintrags doch schon lange klar. Nur ich zögere es hinaus, weil ich nicht so recht weiß, wie ich es anfassen soll. So ist es nun doch ein Stöckchen und vielleicht wird der geplante Blogeintrag nie geschrieben oder später oder ganz viel später. Wer weiß.
Amica schmeißt mit Holz um sich und zielt nach mir. Gefangen habe ich das Stöckchen auch nur deshalb, weil es ein virtueller Wurf war. Einen Ball oder Stock fange auch ich im wirklichen Leben höchstens zufällig.
Rollt man das Papier ab, mit dem das Stöckchen umwickelt ist, findet sich darauf der folgende Auftrag:
Schreibe auf, mit welchen zehn Menschen Du gern eine Nacht bei Wein und Gespräch verbringen würdest?
Gesagt – getan.
Spontan habe ich, wie es mir in den Kopf kam 10 Namen aufgeschrieben. Mit etwas nachdenken habe ich hinzugefügt, was mich bewegt, wenn ich daran denke, mit diesen Menschen eine ganze Nacht lang reden zu können. Themen gibt es reichlich und zu jeder und jedem könnte ich einen ganzen Roman schreiben, doch ich beschränke mich auch hier auf die ersten Gedanken, die mir in den Kopf kommen.
1. Madeleine Delbrêl
Wie bringe ich Gott in meinem Alltag unter, wo kann ich ihm den rechten Platz einräumen, in einer Welt, die sich Gott so sehr verschließt? Wie hast Du das gemacht?
2. Carlo Carretto
Wir sollten mal über die Wüste reden, Fratello Carlo. OK, ich bin erst ein Lebensjahr später in meine Wüste gezogen als Du, doch sie war und ist nicht weniger rauh und heftig. Doch auch meine Wüste hat mir geraubt, was ich nicht mehr nötig habe, radikal und ohne Rücksicht. Jetzt führt sie mich auf neuen Wegen. Fratello Carlo, wie orientiert man sich in der Wüste?
3. Nils Stensen
Wie lebe ich in einer Welt, in der ich über Gott reden muß, die aber nichts von ihm hören will. Ist das reden mit Gott der einzig wirkliche Weg, über ihn zu reden?
4. Petrus
Mein Namenspatron, erst Fischer, dann Chef der Apostel. Wie bekommt man es hin, auf die Weisung des Herrn hin, sein Leben so radikal zu ändern? Ich kann verstehen, daß er manchmal Angst hatte und darum falsch gehandelt hat. Doch Jesus hat ihn immer wieder auf die Spur gesetzt. Hat das nicht oft weh getan?
5. Paulus
Eine Nacht pro Brief? OK? Na gut, die Deuteropaulinen handeln wir schneller ab.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll … Vielleicht … Wie hast Du es geschafft, die anderen Apostel von Deiner Ernsthaftigkeit zu überzeugen, ich meine ja nur, … nach der Vorgeschichte.
6. Benedikt von Nursia
Ich stelle keine Frage, ich höre erst einmal nur zu.
Dann stelle ich am Ende doch eine: Was kann uns, die wir in der Welt leben, Deine Regel heute sagen?
7. Clara von Asissi
Erzähl mir Clara, wie war das mit Franziskus? Was hat Dich an diesem verrückten Kerl so fasziniert, daß er in der Lage war, Dir diesen einzigartigen Weg zu weisen?
8. mit meinem Bischof
Ich würde mit ihm über die Situation in unserem Bistum sprechen. Ich würde ihm gerne mal erzählen, daß es hier draußen Menschen gibt die wirklich Gott suchen. Manchmal habe ich das Gefühl, er weiß es nicht und das macht mich traurig.
9. Edith Stein
Also erstmal müßte ich mich bei ihr entschuldigen, sie weiß, warum. Dann würden wir vermutlich die ganze Nacht über Philosophie und Johannes vom Kreuz reden.
10. P. Pius Parsch
Hast Du das, was wir jetzt zuweilen in der Liturgie erleben, so oder ähnlich auch erlebt? Was hat Dich umgetrieben, so sehr auf eine Reform der Liturgie zu drängen. Ist die Liturgiereform so, wie Du sie Dir vorgestellt hast? Was würdest Du Dir anders wünschen?
Völlig außer Konkurrenz: Jesus Christus … ist ja klar.
Tja … und jetzt bekomme ich ein Problem. Weiterwerfen …
Habe ich noch Leser? Wenn ja, wer es liest, mag das Stöckchen fangen.
Der heutige letzte Sonntag im Jahreskreis ist nach dem neuen liturgischen Kalender das Hochfest Christkönig. Im alten Kalender lag dieses Fest auf dem letzten Sonntag im Oktober. Pius XI. schildert in der Enzyklika “Quas primas” die Gründe und Hintergründe für die Einführung dieses Festes.
Zwei Aspekte dieses Festes standen für mich in diesem Jahr im Zentrum der Betrachtung über das Fest.
1. Christus ist der wahre Herrscher
2. Wir gehen dem kommenden Christuskönig entgegen
1. Christus, das betont Pius XI. ist unser wahrer Herrscher. Im Jahr 1925, in einer Zeit als sich in Europa langsam aber sicher die totalitären Regime ausbreiten, setzt der Papst damals ein Zeichen, wer für den Christen der wahre Herrscher ist. Vor Pilatus sagt Jesus, sein Reich ist nicht von dieser Welt. So ist es ein Reich, daß in unsere Zeit hineinragt, hier ihren Anfang nimmt, doch hier nie seine Vollendung finden kann.
Wir sind in der Welt aber streng johanneisch nicht von der Welt. So ist unsere Regierung zwar innerweltlich und nach Paulus kommt jede Obrigkeit von Gott, doch wir Christen wissen noch einen König über allen Königen (und Kanzlern und Ministern und Präsidenten … ) und nach allen Königen unserer Zeit.
In der Welt sind wir als Christen in der Pflicht, mitzuwirken am kommenden Gottesreich, jeder dort, wo er gerade ist. Wir dürfen und sollen auch politisch sein und handeln, doch unser Blick geht auf Christus.
2. So gehen wir dem kommenden König entgegen. Der neue Kalender setzt diesen Akzent sehr deutlich, indem das Christkönigsfest der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist. Ab Pfingsten gehen wir liturgisch der Parusie entgegen. Über den Sommer mit seinem Werden und dem Herbst mit der Ernte der Früchte und dem langsamen vergehen, steuern wir den November an. Nachdem wir dann zu Anfang des November der Toten gedacht haben und am vergangenen Sonntag noch einmal in Lesungen und Evangelium ein deutlicher Hinweis auf das apokalyptische Ende der Welt gegeben wurde, singen wir heute
Lange Jahre war das Christkönigsfest das Fest der katholischen Jugend. Ein Fest, zu dem die jungen Menschen ihr Bekenntnis ablegten, wo ihr eigentlicher König ist. Heute ist dies leider in Vergessenheit geraten. Es wäre schön, wenn dieser Aspekt einmal wieder in den Blick kommen könnte.
Für einen Zeitraum von nahezu drei Jahren “verzierten” Baugerüste den Anblick der Stiftskirche in Geseke. Nun sind die Arbeiten an der Außenhaut unserer Stiftskirche abgeschlossen. Die Kirche hat ihr Aussehen etwas verändert, weil ein Schlämmputz aufgetragen wurde. Zum Nachteil gereicht es nicht. Nach Abschluß der Arbeiten am Kirchengebäude wurden auch die Außenanlagen neu angelegt. Dabei hat man sich entschlossen, die Kirche künftig mit LED – Technik anzustrahlen. Neben der Möglichkeit nun einige Teile des Bauwerks farbig anzustrahlen, wurde ein Konzept entworfen, bauliche Details mit Licht gezielt hervorzuheben.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich. Auch die Energiebilanz dieser üppigen Ausleuchtung hat es in sich, denn die gesamte Anlage verbraucht, wenn alle Lampen leuchten, in etwa so viel wie ein handelsübliches Bügeleisen. Das ist deutlich weniger als bislang schon einer der Strahler verbrauchte, die einfach nur einen Lichkegel an den Turm warfen, so wie man es eben von angestrahlten Kirchen kennt.
So kann die Kirche nun der (Kirchen)Jahreszeit entsprechend angestrahlt werden.
Mehr Bilder kann man sehen, wenn man auf das Bild klickt oder einfach hier.
Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. So mag man es mir nachsehen, wenn ich mal in eigener Sache klappere.
An diesem Buch:
Birgitt Kerz (Hg.)
Wenn Er anklopft…
12 Bekehrungsgeschichten
MM- Verlag, Aachen
hatte ich die Freude mitzuwirken.
Wer lesen mag, wie ER bei mir angeklopft hat, kann dies in dem Buch tun und bekommt noch 11 mindestens ebenso spannende Bekehrungsgeschichten dazu.
Es ist immer wieder erstaunlich, welch seltsame Wege Gott sich sucht, um uns zu ihm zu führen.
„Wird das Leben durch den Glauben einfacher? Nicht unbedingt. Aber sinnvoller, erfüllter, krisenfester. Die Welt ändert sich nicht, wenn ein Mensch zu Gott findet. Aber dieser Mensch sieht sie mit neuen, wacheren Augen – und hat zusätzliche Ressourcen, um Schwierigkeiten zu bewältigen. Allerdings sind die bewussten Christen, die ich kenne, nicht gläubig aus Nützlichkeitserwägungen, sondern weil sie von der Wahrheit der christlichen Offenbarung überzeugt sind. Diese Haltung wird bei den christlichen Märtyrern aller Jahrhunderte am allerdeutlichsten: Im irdischen Sinne nützlich war ihr Glaube und das daraus folgende Handeln für sie keineswegs.
Dennoch waren sie überzeugt davon, dass der Einsatz ihres Lebens sich lohnte. Im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist Martyrium wenig wahrscheinlich. Allenfalls ein schwacher Abglanz davon durch abfällige Bemerkungen von Mitmenschen, Karrierehindernisse oder Ähnliches. So what? Unterm Strich bedeutet der Glaube nicht Verzicht und Einschränkung, sondern Zugewinn. Wie ein Bekannter es neulich mal etwas flapsig formulierte: ‚Erlöst zu sein ist ein geiles Gefühl!’ – Im Neuen Testament klingt das etwas seriöser: ‚Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.’ (Joh 10, 10) Und das bezieht sich durchaus nicht erst auf das Jenseits.“
Auszug aus dem Vorwort der Herausgeberin Birgitt Kerz
In meinem Lieblingsforum haben wir uns erzählt, wie wir den 9.11.1989 und die Zeit drumherum erlebt haben.
Ich möchte meinen Leser hier meinen Bericht nicht vorenthalten.
1989 war ich in einem Kolleg, wo ich mein Abi auf dem 2. Bildungsweg gemacht habe. In dem Haus wohnten damals ca. 120 mehr oder weniger junge Männer. Im Sommer 1989 nach den Sommerferien hatten wir einen neuen Mitschüler, der über Ungarn abgehauen war. Schon was der zu erzählen hatte, war sehr, sehr spannend.
Im Herbst spitzte sich die Situation immer weiter zu. Montagsdemos, Regierungswechsel in Ost- Berlin, immer mehr und mehr Bürger der “DDR” verließen ihr Land. Am 9. November hörten wir in einem der Gemeinschaftswohnzimmer in der Tagesschau die Pressemeldung von Günter Schabowski. Ungläubiges Staunen … Was heißt das jetzt? Ist die Grenze auf?
Wenige Minuten später kamen andere dazu. Aufgeregte Diskussionen setzten ein.
Einige Zeit später, der Fernseher lief im Hintergrund weiter, weil wir spürten, daß da was in der Luft lag, begann eine Sondersendung. Wir sahen wie Menschen vor dem Brandenburger Tor auf der Mauer standen. Die ersten sprangen runter auf die Ostseite … und es passierte … nichts. Die Grenzsoldaten schauten zu.
Dann wurden Bilder vom Grenzübergang Bornholmer Straße eingeblendet. Erst vereinzelt, dann in Massen strömten die Menschen von Ost nach West.
Wir hatten Schüler aus Berlin im Haus. Wie die sich gefühlt haben mußten, ist unbeschreiblich. Es gab Tränen, Umarmungen und Jubelgeschrei. Dann hörte man plötzlich jemanden laut rufen:
“Wir fahren nach Berlin!” Unsere Berliner hatten sich zusammengetan und einen Fahrer gefunden.
Irgendwer kramte eine Deutschlandfahne hervor, die zogen wir am Fahnenmast vor dem Haus auf. Jemand läutete die Glocke im Dachreiter auf dem Kolleg. Wir standen draußen, sangen die Nationalhymne und dann “Großer Gott wir loben Dich”. Plötzlich tauchte auch irgendwo Sekt auf und ein paar Sylvesterraketen.
So verabschiedeten wir “unsere” Berliner.
Sie kamen am 11.11. gegen Mittag zurück.
Völlig übernächtigt, da sie bis auf ein paar Stunden in der Nacht zuvor durchgemacht hatten.
Was sie erzählten war das, was man auf den Bildern in den vergangenen Tagen sehen konnte.
Ganz Berlin war eine Party.
Einer meiner Klassenkameraden verbrachte den 10.11.1989 komplett vor dem Fernseher. Er weigerte sich am Unterricht teilzunehmen, weil er befürchtete die Wiedervereinigung zu verpassen. Es dauerte dann ja doch noch ein Jahr, aber die Stimmung hielt noch lange an.
Einige von uns nutzen die Gelegenheit und fuhren bald “nach drüben”.
Gestern abend waren die Bilder wieder so präsent wie damals, und ich sehe noch heute lebendig vor Augen, wie vor dem Kolleg die Deutschlandfahne weht, fast kann ich uns noch das Te Deum singen hören.
Unsere Lehrer waren in den Tagen sehr nachsichtig mit uns, denn unsere Gedanken waren, zumal wir direkt betroffene in unseren Reihen hatten, sehr oft mehr in Berlin als bei Cicero, Goethe, Pascal und Konsorten.
Nach langer, wirklich uuuuuurlanger Zeit, war es nun so weit, daß ich die Blogroll überarbeiten mußte. Denn einige Blogger sind noch inaktiver als ich. (Ja, so was soll es geben.) Andere haben erklärtermaßen aufgegeben. Das eine oder andere Weblog hat sich stillschweigend verabschiedet.
Ohne auch nur näherungsweise einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, habe ich heute einen ersten Aktualiserungsschritt gemacht.
OPML sei Dank ist es relativ leicht, neue Links zu importieren.
Wenn man die Daten so aufbereitet:
lassen sich auch größere Mengen an Links leicht importieren.
… und manchmal ist es einfach gar nichts.
Hier in NRW sind es im Augenblick eher die Kommunlapolitiker,
die uns von Plakatwänden und Laternenpfählen anschauen.
Andernorts wird schon für die Bundestagswahl plakatiert.
Nun sind Plakate immer so eine Sache.
Stellt man Personen dar?
Oder lieber Themen?
Meistens ist es eine Mischung aus beidem, aus dem eine Kampagne gestrickt wird.
Griffig und knapp müssen die Freilufttapeten sein,
denn die Verweildauer des Auges auf einem Plakat ist nur kurz.
So weit, so gut.
Oder so schlecht.
In den Weiten des Internet begegnete mir heute ein Plakat, gegen das ich entschieden protestieren wollte, weil es sich, wie ich dachte, um eine Verarsche einer von mir eigentlich sehr geschätzen Politikerin handelt.
Aber dann ein Blick in ihr Weblog … und …
… kaum zu glauben, aber dieses Plakat ist kein Fake:
Bei allem Respekt für den Mut auch mal eine freche Kampagne zu wagen, kann ich darüber einfach nicht lachen.
Ist das alles, was Frau Lengsfeld und Frau Merkel noch zu bieten haben?
… noch etwas feine Musik zum Ausklang des Tages: