Am Ende kommt es doch raus

Am 20.10.2011 veröffentlichte die DBK eine Pressemeldung. Darin erklärten der Vorsitzende des Aufsichtsrats Weltbildgruppe, Dr. Klaus Donaubauer, und das Aufsichtsratsmitglied, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz:

„Die Verlagsgruppe Weltbild ist das größte Buchhandelsunternehmen Deutschlands und steht deshalb in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung. Ihr Sortiment erfährt eine ständige Prüfung hinsichtlich der Wertbindungen der kirchlichen Gesellschafter. In diesem Sinn befasst sich der Aufsichtsrat auch regelmäßig mit dem Angebot der elektronischen Vertriebswege. Die Geschäftsführung wurde angehalten, ihrer Verantwortung in diesem Bereich konsequent zu entsprechen.“

So ganz wirkungsvoll war das bislang nicht, denn laut kath.net kann man bis jetzt im Weltbild-Verlag weiterhin ohne Probleme mehr als 2500 Porno- und Erotikangebote im Katalog finden. Ein eingene Suchanfrage bestätigte diese Information.
Darüber hinaus lassen sich desweiteren zahlreiche Produkte aus dem Bereich Esoterik und sonderbare Psychoratgeber aus dem Bereich Positives Denken im Sortiment finden, von denen ich der Meinung bin, daß sie in einem Buchhandel der den deutschen Bischöfen gehört ebenfalls nichts verloren hat.

In derselben Meldung von kath.net ist nun auch noch zu lesen, daß der Weltbild- Verlag zu 50 % an Droemer und Knauer sowie zu 33,3% an buecher.de beteiligt ist. Auch dort findet sich reichlich Literatur und anderes Material, von dem ich nicht möchte, daß mein Bischof das in seinem elektronischen Bauchladen verkauft. Doch mehr noch, es wird bei Droemer und Knaur erotische Literatur nicht nur verkauft sondern auch produziert.
Wie sich das mit den Spielregeln der katholischen Sexualmoral verträgt, möchte ich trotz der Auskunft der Pressestelle der DBK an kath.net:

“Wir möchten darauf hinweisen, dass die Deutsche Bischofskonferenz am 20.10. zu Sortimentsfragen der Verlagsgruppe Weltbild eine Pressemitteilung veröffentlicht hat. Darüber hinaus möchten wir den Vorgang nicht weiter kommentieren.”

gerne mal wissen.

Es ist ein Skandal erster Güte und ich hoffe, daß die Bischöfe wenigstens jetzt entschieden durchgreifen, d.h.

das Portal von Weltbild ist mit sofortiger Wirkung abzuschalten!

Es hat so lange abgeschaltet zu bleiben, bis sicher gestellt ist, daß dort keine Pornografie, Erotik und Esoterik mehr zu erwerben ist. Die gehaltenen Anteile an Droemer und Knauer sowie buecher.de und andere, falls vorhanden, sollten schleunigst veräußert werden.

Ich bitte alle katholischen Blogger und alle Leser meines Blogs, sich diesem Appell anzuschließen.

Und zum Abschluß eine Frage an die Verantwortlichen:
Muß uns die weltliche Presse, nachdem sie uns im vergangen Jahr zum Pädophilenclub erklärt hat, jetzt auch noch zum verlogenen Pornohändler abstempeln?

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Die Blogger mal wieder – Stöckchen

Schreiben wir zu viel – nicht gut
Schreiben wir zu wenig – auch nicht gut

Übrigens hat es in englisch- und französischsprachigen Blogs eine sehr viel intensivere Debatte über die Papstworte in Deutschland gegeben. In anderen Kulturkreisen wird der deutsche Papst offenbar besser verstanden als in seiner Heimat. Quelle.

Jetzt aber mal, um ein realistisches Bild zu bekommen, die Bitte an alle Blogger, verlinkt mir mal in der Combox, was Ihr zu den Papstreden geschrieben habt. Und, da vielleicht nicht alle mein Weblog lesen, verbreitet diese Bitte mal bei Euch.

Danke!

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Boah, das dauert …

1968 haben Prof. Hubert Jedin und Prof. Konrad Repgen über Julius Kardinal Döpfner eine Eingabe an die Deutsche Bischofskonferenz gemacht.

Eine Antwort erhielten sie bis jetzt nicht.
Prof. Jedin ist inzwischen verstorben, vielleicht würde sich Prof. Repgen im hohen Alter dennoch über eine Antwort freuen, denn das Schreiben ist immer noch brandaktuell.

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Non abbiate paura!

Unsere Mutter Kirche ist schon ein seltsamer Verein.
Da spricht vor fast dreißig Jahren ein Mann aus Polen, gerade frisch zum Papst gewählt diese Worte:
Non abbiate paura!
Ja, man nahm das wohl zur Kenntnis. War ja auch eine tolle Ansprache. Der Aufmacher für eines der längsten Pontifikate der Kirchengeschichte. Und was für ein Pontifikat! Reisen rund um den Globus, der Heilige Vater ist der eilige Vater, weil er der Pastor der Welt ist. Johannes Paul II., so sagte mal jemand, habe die Herzen der Menschen zu öffnen vermocht, Benedikt XVI. ist in der Lage sie zu füllen.
Und so ist das “Non abbiate paura!” der geistliche Aperitif einer Epoche der kirchlichen Zeitgeschichte. Es ist die Zeit nach der Nachkonzilszeit. Ein Zeit der Ernüchterungen, weil sich viele Phantasien nicht in der Wirklichkeit haben abbilden lassen. Doch es ist auch eine Zeit, die die größten politischen, gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche hervorbringt. Das Ende ist noch lange nicht erreicht.
Am Vorabend des dritten christlichen Jahrtausends, einer Zeit des fortschreitenden Niedergangs der christlichen Traditionen in Europa, jenen Kernländern des abendländischen Christentums, warnt der Selige Johannes Paul II. vor einem Phänomen, das in unseren Tagen aktueller ist als je zuvor: Angst!
Und welch eine Angst greift da um sich!
Die Presseberichte vor dem Papstbesuch im September: Angst!
Angst vor einem liebenswerten alten Mann in weiß, dem von Konservativen wie Progressiven werweißwasalles zugetraut wird. Er kann nichts anderes tun, als Christus verkünden. Warum also die Angst?
Die Konzerthausrede: Jetzt fordert er die Abschaffung der Kirchensteuer: Angst!
Angst um Privilegien und wohlabgesicherte Existenz.
Dieser lausige Dialogprozeß: Der Hl. Vater erwähnt ihn mit keiner Silbe in seinen Reden.
Diejeinigen, die sich selber als Bestandteile dessen begreifen, beschäftigen sich die meiste Zeit damit, dem jeweiligen – meist vermeintlichen – Gegner “Dialogunfähigkeit” zu attestieren: Angst!
Wer nicht politisch, d.h. durch Mittelzuweisung beherrscht werden kann, gilt als Gegner: Angst!
Wer frei berichtet und die Lufthoheit über die veröffentlichte Meinung durchbricht, ist unheimlich und muß klein gehalten werden: Angst!
Allenthalben Angst!

Dabei ist Angst nie ein guter Ratgber. Angst führt ins Dunkele, in Mißtrauen und Spaltung. Angst schlägt den Menschen in Ketten. Angst trennt den Menschen von Gott.

Wie aufregend und befreiend ist es, noch einmal den 22. Oktober 1978 ins Gedächtnis zu rufen, als der erste nichtitalienische Papst bei seiner Amtseinführung die Menschen auffordert:

Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus!

33 Jahre später sind diese Worte so aktuell wie sie es damals schon waren.

Am 11. Oktober 2011 kündigte Papst Benedikt XVI. in seinem Motu Proprio „Porta Fidei“ („Tür des Glaubens“) ein „Jahr des Glaubens“ an. Es wird am am 11. Oktober 2012 beginnen und am Christkönigsfest 2013 (24. November 2013) enden.

Reißen wir, mit unserem Hl. Vater die Tore des Glaubens weit auf für Christus.

Non abbiate paura!

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Treffer

Alipius hat eine Begabung gute und passende Fotos zu finden, mal beeindruckend, mal papstig oder von kardinaler Schönheit, zuweilen mit barocker Pracht.

Klar … weiß jeder.

Aber das ist der Hammer!

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Das Lied zum Tage

Manche Dinge kommen immer wieder …


Middle Of The Road – Yellow boomerang 1973 – MyVideo

(Aus gegebenem Anlaß :-) )

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Eine Scheußlichkeit

Vor einigen Wochen hielt ich es noch für ein Gerücht.
Heute Morgen wurde es häßliche unübersehbare Wirklichkeit. Nun gehöre ich nicht zu den Leuten, denen die Worte “Konzilskiste” oder “Montinitischchen” für sog. Volksaltäre leichtfertig über die Lippen kommen. Das II. Vat. hat die Zelebration versus populum für möglich erklärt und erlaubt. Vorgeschrieben hat es die Zelebrationsrichtung nicht. Und wo sinnvollerweise kein Volksaltar eingebaut werden kann, da soll man es lassen.

Was jetzt vor dem Gnadenaltar von Maria Schuß in der Stiftskriche ich Geseke steht ist nicht nur ästhetisch gesehen eine Scheußlichkeit.
Ein Klapptisch aus Holz mit einem gitterfömigen Unterbau quetscht sich auf die unterte Stufe vor dem Gnadenaltar. Damit totzdem die entsprechende Höhe erreicht wird, ist er langbeinig und wirkt dadurch staksig und unwürdig.
Der Platz vor dem Altar ist dermaßen eingeengt, daß weder der Zelebrant noch Lektoren oder Ministranten sich dort auch nur einigermaßen würdig bewegen könnten. Prompt wäre der Zelebrant heute morgen auch fast eine Stufe herunter gestolpert, was mir einen Moment lang das Herz stocken ließ und die ohnhin zornesbedingt kaum noch vorhandene Andacht restlos verschwand.

Die Verunstaltung des Gnadenaltars in der Stiftskirche St. Cyriakus in Geseke durch dieses staksige braune Tischchen ist sowohl ästhetisch als auch litugisch inakzeptabel. Warum um alles in der Welt muß auf einem hochbeinigen Holztisch zelebriert werden, wenn ein geweihter Altar vorhanden ist? Ob das in dieser Form überhaupt erlaubt ist, halte ich für sehr fraglich.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen sind diejenigen, die es betrifft, nämlich die regelmäßigen Meßbesucher im Vorfeld weder gefragt noch informiert worden. In unserer derzeit völlig dialogbesoffenen Kirche wird anscheinend über alles Mögliche und Unmögliche geredet. Nur das, was die Leute wirklich betrifft, wird mal eben per Order di Mufti durchgedrückt.

Die Gemeinde ist jedenfalls jahrelang völlig ohne Probleme mit der Zelebration versus orientem klargekommen. Den Grund für diese unsinnige Maßnahme kenne ich nicht, ich kann ihn nur erahnen.

So hat es mal ausgesehen:

Meine Lust, den jetzigen Zustand zu fotografieren, hält sich in Grenzen.

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Los Wochos – DIE Themenwoche der Blogozese!

Ausgerufen von Johannes und mit dem rosaroten Panther eröffnet.

Elsa hält sich schon für vorhersehbar, aber was bin ich dann, wenn ich nichtmal eine Zehntelsekunde überlegen mußte?

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Was morgen geschieht …

“So!”, sagte Bischof NN., der junge und agile Neuling in der Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz und erhob sich geräuschvoll zu seiner vollen Größe. “Seit ich lebe, nunmehr rund 40 Jahre, wird in diesem Land der Glaube nicht mehr oder nur noch in einer häresienahen Schonvariante verkündigt. Das macht Ihr, liebe Mitbrüder im bischöflichen Amt, künftig ohne mich.
Ich löse im kommenden Jahr alle Diözesanverbände der früher einmal katholischen Verbände in meiner Diözese auf, ich verzichte auf Diözesanräte und Strukturdiskussionen.
Stattdessen reise ich ab jetzt durch meine Diözese und halte Missionspredigten, gründe kleine Katechese- und Gebetsgruppen und richte, wenn ich in meiner Bischofsstadt bin, eine tägliche Sprechstunde für alle Priester und Laien aus meinem Bistum ein. Für weitere Reisen ins In- und Ausland habe ich vorläufig keine Zeit mehr, meine Mitgliedschaft in allen Kommissionen der DBK ist hiermit beendet. Herr Vorsitzender, ich bitte Sie, mich für die nächsten 10 Jahre von allen VVen zu entschuldigen. Für Pressetermine habe ich ebenfalls keine Zeit, dafür bitte ich um Verständnis.”

Kardinal A. griff sich mit bleichem Gesicht ans Herz, Kardinal B. betonte, man müsse als Bischof doch nur die großen Linien … “Schnauze!”, fuhr ihn Kardinal C. an und begann mit fast brechender Stimme das allgemeine Schuldbekenntnis zu sprechen. Einige Bischöfe verließen unter Protest den Saal, andere fielen mit Tränen in den Augen in das allgemeine Schuldbekenntnis ein. Die spontane Abreise mehrer deutscher Bischöfe ließ den Blätterwald rascheln, doch der Pressesprecher bat mit bleichem Gesicht alle Journalisten um Verständnis, daß es bei dieser VV keinerlei Presseerklärungen und -konferenzen mehr geben werde. Drei Tage später wurde ein offensichtlich desorientierter Priester sinnlos vor sich hinbrabbelnd am Ufer der Fulda angetroffen.

Eine Handvoll Deutscher Bischöfe verkündete einige Zeit später in Wittenberg, wo sie sich spontan trafen, unter großem Beifall einiger Spitzenpolitiker und in Anwesenheit der Presse die Gründung der Deutschkatholischen Kirche. Der Vatikan verweigerte ihnen erwartungsgemäß die Anerkennung als Eigenkirche. Die kleine Splittergruppe, die einzig von den deutschen Medien für einige Zeit als die katholische Kirche betrachtet wurde, spielt gesellschaftlich inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Die Pressekampagne zur Abschaffung der Kirchensteuer – fünf Jahre später – löste einen Skandal aus, der allerdings von den Katholiken unter dem Eindruck der zahlreichen missionarischen und katechischen Offensiven nur mit leichtem Bedauern zur Kenntnis genommen wurde. Der Marianische Verein katholischer Frauen (MVkF), die Benediktusverbände der Senioren (BVS) und die Jungen Katholiken vom Heiligsten Herzen (JKHH) riefen gemeinsam zu einer Gebetsoffensive für die Kirche in Deutschland auf. Der Vorsitzende des neugegründeten Dachverbandes St. Michael – Katholiken in Deutschland (DSMKD) forderte in einem Interview mit der kna die Freisetzung weiterer Mittel für gemeindliche Katechese und die Fortbildung ehrenamtlicher Katecheten in den deutschen Diözesen, da die nichtstaatlich eingetriebenen Kirchenbeiträge, keinen Spielraum für andere Schwerpunkte, abgesehen von der Priesterausbildung, mehr böten.

Das wird nicht passieren?

Woher wollen Sie wissen, was morgen geschieht?

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Dilettanten am Werk

Völlig zu Recht gibt es eine Menge Aufregung über die Abstimmungen mit Luftwürsten vor der Vigil. Man suggerierte den Jugendlichen, es sei ihnen möglich, über Glaubensinhalte dämonkratisch.amen abzustimmen. Das ist natürlich reiner Blödsinn. Witzigerweise ist es eine geradezu lächerliche wirkende Nachahmung eines tatsächlich existierenden Rituals, bei dem der Priester oder Bischof im Namen der Kirche tatsächlich Fragen stellt und Antworten erwartet.
Dieses Ritual ist die Abfrage des persönlichen Glaubens vor der Spendung
der Taufe,
der Firmung und
der Erstkommunion.

Leider ist dieses Ritual zu einem eingeübten Frage- und Antwortspiel verkommen, das kaum mal eine wirkliche Antwort zuläßt. Es wird halt so abgespult. Schade eigentlich.

Wären vor der Vigil nicht solche Dilelttanten am Werk gewesen, so hätten sie

  1. wirklich fundamentale Fragen stellen

  2. und

  3. die Ergebnisse statistisch aufbereiten und auswerten können

Diese Ergebnisse hätte man dem Hl. Vater und den Bischöfen zugänglich machen können. Dann wäre ans Tageslicht gekommen, wieviel Unwissenheit in Glaubensdingen tatsächlich bei jungen Menschen in unserem Land vorhanden ist. Man könnte darauf kommen, daß dies mit dem völligen Fehlen von ernsthafter katechetischer Unterweisung in Schule und Gemeinde zusammenhängt.
Und man hätte noch eines sehen können:

Diese jungen Menschen, die ja angeblich so gar nicht im Sinne der Kirche glauben
und alles ganz anders machen,
kommen zu tausenden um einen alten Mann zu hören,
der sie auffordert “glühende Heilige” zu werden!

Noch Fragen?
Ja.
Wann wachen die Verantwortlichen endlich auf?

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