Niels Stensen
Geb. 1. oder 11. Januar 1638 in Kopenhagen
Gest.5. Dezember 1686 in Schwerin
Naturforscher (Anatom, Geologe),
Bischof, Apostolischer Vikar des Nordens,
Er lebte von 1685 – 1686 in Schwerin
Niels Stensen ist beigesetzt in San Lorenzo in Florenz
Von Papst Johannes Paul II wurde er 1988 in Rom seliggesprochen.
Der Gedenktag von Niels Stensen ist wegen der Kalenderreform der 25. November.
Als vor einigen Wochen Echo Romeo mit seinem neuen Blog an den Start ging, kam für mich die ernsthafte Überlegung, ob ich meinen blog hier nicht auch öffentlich machen soll.
So geht er nun heute so richtig an den Start. Natürlich weiß ich nicht, ob mir genug für einen blog einfällt.
Doch am heutigen Tag fällt es mir leicht.

Als Thema für den Auftaktartikel habe ich mir den seligen Niels Stensen ausgesucht. Als Bischof und Naturforscher vereint er in seinem Leben und Wirken Glaube und Vernunft. So entdeckte er den Stensenkanal, beschrieb als erster das Herz als ringförmigen Muskel und war einer führenden Wissenschaftler und Ärzte seiner Zeit.
Der Legende nach konvertierte Niels Stensen nachdem er in Florenz eine Frohnleichnamsprozession gesehen hatte. Sein Gedankengang war so klar wie einfach. Wenn das nur ein Stückchen Brot ist, dem die vielen Menschen dort hinterherlaufen, dann sind die blöd. Wenn das wirklich Jesus Christus ist, dann bin ich blöd, wenn ich ihm nicht folge.
So schön und glatt wie Legenden verläuft das wirkliche Leben nicht und verlief auch das Leben von Niels Stensen nicht. Er wurde katholisch, was ihm in seiner Heimat Dänemark viel Ärger bereitete. Er wurde zum Priester geweiht und später Bischof. Als Bischof wirkte er in der Nordischen Mission, unter anderem in dem von mir so geliebten Norden unseres Landes.
Doch auch in den Bistümern Münster und Paderborn hat er Spurn hinterlassen.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Schwerin. Aus dieser Zeit (im wesentlichen) ist auch das Schweriner Gebetbuch, mit von ihm verfaßten Gebeten.
Eines der schönsten Worte von ihm ist dies:
Schön ist, was wir sehen,
schöner, was wir wissen,
weitaus am schönsten,
was wir nicht kennen.
Was bedeutet mir Niels Stensen?
Nun, er zeigt mir, daß ein Lebensweg auch eine Wende nehmen kann. Eine Wende gegen alle Vernunft. Seine Konversion war so recht gegen den Mainstream seiner Zeit und seines Lebensumfeldes.
Doch als Wissenschaftler zeigt er mir auch, daß ich nicht blind glauben muß.
Ich darf genau hinschauen.
Ich darf, ja ich soll sogar kritisch fragen.
Und am Ende so sagt er, ist das schönste immer das, was wir nicht kennen, ja mehr noch möchte ich sagen, was wir nicht kennen können.
Das große Geheimnis Gottes, vor dem wir Menschen verstummen und dem wir uns nur betend nähern können.
So starb er mit den Worten:
Jesus sis mihi Jesus.
Jesus, sei mir Jesus.
Jesus, sei mir Erlöser.
Viele Kommentare…
Donnerstag, 24. November 2005, Donnerstag, 24 November 2005, 23:28:00 Uhr
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… zu einem Text, den es in Wirklichkeit noch gar nicht – besser gesagt nicht öffentlich – gibt.
So geht Mediokratie.
Eine Sensation, auch wenn es nur eine sensationelle Ente ist, jagt die nächste.
Ob sich morgen noch einer daran erinnert.
Teste Dich selbst? Was war das Thema von Ordinatio Sacerdotalis?
Nachtrag:
Ich bin sicher,
daß eine nicht näher genannte
kirchliche Behörde
in absehbarer Zeit
ein neues Schreiben
zu einem bislang noch
unbekannten Thema
veröffentlichen wird.
Skandalööööös!!!
191 Seiten
Samstag, 12. November 2005, Samstag, 12 November 2005, 16:37:00 Uhr
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… das ist der Umfang des Koalitionsvertrages der großen Koalition.
Wer soll denn das alles lesen?
In der Schule haben wir alle gelernt:
In der Kürze liegt die Würze!
Das sollten sich die Autoren solcher Verträge vielleicht auch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Denn schon beim ersten überfliegen drängt es sich auf:
Worthülsen, Worthülsen und noch mal Worthülsen.
Schon klar, daß in Verhandlungen Formulierungen gefunden werden müssen,
mit denen beide Seiten leben können. Schon klar, daß an der einen oder anderen Stelle einer Vereinbarung eine Hintertür sein muß. Oder vielleicht doch nicht?
Wenn wir so viel über Politikverdruß reden,
warum kann nicht mal ein solches Vertragswerk
in kurzer Form klare Ansagen machen?
Nun denn jetzt liegt es vor
Dieses Werk politischer Logorrhöe.
Ob die Worthülsen im Regierungshandeln mit Inhalten gefüllt werden, die unserem Land nützen?
Das müssen die, die jetzt in der Verantwortung stehen, zeigen.
Ich hoffe es sehr.
katholon
Freitag, 11. November 2005, Freitag, 11 November 2005, 21:01:00 Uhr
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Warum mache ich das eigentlich?
Seit dem 2. Februar diesen Jahres bin ich Betreiber eines katholischen Diskussionsforums.
Wer sich in der (katholischen) Forenszene auskennt, kann sich denken, auf welchen Schleudersitz ich mich gesetzt habe. Da war mir doch gerade ein anderes Forum, an dessen Zustandekommen ich in geringem Umfang mitgewirkt hatte, wenige Tage zuvor förmlich um die Ohren geflogen. Mit Vorwürfen, Unterstellungen, Verdächtigungen, Streit um den richtigen Weg, ein Forum zu betreiben und am Ende ein niederschmetterndes Urteil. Da war ich am Ende, hatte die Nase voll und machte den Laden dicht.
Der Gedanke stand sehr schnell im Raum:
Dann machen wir etwas eigenes auf!
Die technische und organisatorische Realisierung war kein Problem.
Eine große Anzahl User folgte uns kurz nach der Eröffnung auf unseren neuen virtuellen Marktplatz.
Die Diskussionen nahmen ihren Lauf.
Oft wiederholen sich die Themen.
Oft wiederholen sich die Szenarien.
Oft gehen User entnervt weg.
Oft melden sich neue User an.
Manchmal gibt es wahre Sternstunden.
Manchmal gibt es Beiträge die das Herz erfreuen.
Manchmal gibt es ganze Threads, die nahezu druckreif sind.
Manchmal freuen sich die User miteinander.
Manchmal trauern sie miteinander.
Ich weiß nicht, was unter der “Oberfläche” des Forums passiert.
Ich weiß nicht, wer durch das Forum neue Freunde findet.
Ich weiß nicht, wozu das Forum sonst noch dient.
Ich weiß nicht, ob das Forum bei der Verkündigung hilft.
Ich weiß nicht, ob es jemanden im Glauben stärkt.
Doch ich bin mir sicher, die Arbeit die wir in das Forum gesteckt haben,
hat sich gelohnt. Für mich hat es sich gelohnt, mit einem starken Team
ein schönes Projekt auf die Beine zustellen und zu schauen ob es losläuft.
Ich muß das nicht allein machen.
So bin ich dankbar für die Arbeit, die Ideen, das Herzblut und die ehrliche Freude welche
Anastasis, Biggi, Edtih, Geronimo (der unser Team vor kurzem verlassen hat), Kermit, Ralf und Schwarzes Schaf (der kürzlich neu hinzugekommen ist)
in das Projekt
stecken.
Und ich bin dankbar für unsere User,
die mit ihren Beiträgen dem Forum das Laufen lehrten.
Mögen uns andere für langweilig halten.
Ich bin dankbar für den freundlichen und sachlichen Umgangston (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen), so daß die Moderatoren kaum Arbeit haben.
Und warum mache ich es jetzt?
Ganz einfach, weil es mir Freude macht.
…und wer mir diese Freude vergällen will, soll bleiben wo der Pfeffer wächst. 