Abgelegt unter: katholisches
Ein großes, ganz dickes Dankeschön an Martin, der dieses Video bei Vigilate et Orate gefunden hat.
Weil es mir so gut gefällt, stelle ich es hier auch rein.
Ein großes, ganz dickes Dankeschön an Martin, der dieses Video bei Vigilate et Orate gefunden hat.
Weil es mir so gut gefällt, stelle ich es hier auch rein.
Wer sich ein wenig im Internet umsieht, wird schon nach kurzer Zeit merken, was sich im Netz der Netze alles verfängt.
Der große Vorteil des Internet verbirgt dem aufmerksamen Leser auch seinen Schatten nicht. Die Chance nicht nur passiv Informationen abzurufen, sondern auch aktiv Informationen bereitzustellen, lockt neben guten und wertvollen Angeboten auch Vertreter seltsamer ja zuweilen absurder Thesen. So lesen wir (gerade aktuell per Gästebucheinträgen in der Blogoszese) von einen Mangel an Papst in Rom. Wirft man hingegen einen genaueren Blick auf die schillernde Sedisvakantistenszene, die ganz und gar kein homogener Block ist, so leidet selbige nicht an zu wenig sondern eher an zu viel Papst. Müßig, sie alle hier aufzuzählen.
Ich gestehe, daß mir Papst Benedikt XVI. völlig ausreicht.
Wir erfahren ferner von Ufos, hohler Erde, von Verschwörungen aller Art und Größe. Wir lernen des weiteren, daß weder Gagarin im Orbit noch Armstrong auf dem Mond war. Wir nehmen zur Kenntnis, daß auch die Bundesrepublik Deutschland gar nicht wirklich existiert. Dafür jedoch das Deutsche Reich niemals aufgehört hat zu existieren. Sollte es mir da zu denken geben, daß der Duke of Edinburgh, Prinz Phillip, den jeweils amtierenden Bundeskanzler bei seinen Besuchen in Deutschland konsequent mit “Herr Reichskanzler” anredete.
Weiß seine königliche Hoheit mehr?
Am Ende will man uns gar einreden, es gebe eine Stadt namens Bielefeld.
Jeder weiß, daß diese nun wirklich eine Erfindung ist.
Niemand hat die Existenz Bielefelds jemals beweisen können.
Schon allein der Versuch der Vollständigkeit einer Aufzähliung aller sonderbaren Thesen und Ideologien, dies ich im Internet tummeln, würde den Rahmen ein Weblogeintrages sprengen. So will ich mich als Beispiele mit dem genannten begügen.
Ich werde auch nicht versuchen, mich mit den einzelnen These auseinanderzusetzen. Das geht in den meisten Fällen nicht, weil es sich um geschlossene Weltbilder handelt, die, wenn man die Grundannahme teilt, in sich konsistent und schlüssig sind.
Ohne daß sich der oder die Vertreter einer solchen These von der Grundannahme trennt, ist die jeweilige These nicht zu erschüttern. Ohne die Grundannahme allerdings auch nicht zu verifizieren.
Manch eine Seite mag ein Fake sein und sein Besitzer sich köstlich über die Leser amüsieren.
Das meiste dagegen scheint mir ernst gemeint. Nun mache ich mir keinerlei Sorgen, daß dadurch eine Gefahr für den Leser ensteht. Wer Unfug glauben will, glaubt ihn mit oder ohne Netz und doppelten Boden.
Ein wenig schade finde ich, wie viel Kraft der eine oder andere in seine Seite steckt. Diese wäre anderweitig doch besser angewandt, oder?
So richtig schade finde ich, wenn Menschen sich in derartige Thesen völlig versteigen und den Bezug zur Wirklichkeit verlieren.
Wenn sie sich in Straf- und Zivilprozesse verstricken,
wenn sie ihre soziale Kontakte verlieren,
wenn sie nur noch gegen Windmühleflügel zu kämpfen und überall den Feind wittern,
dann wird es dramatisch.
Denn dann wird das Internet zum Problem.
Es wird zur Falle,
ja zuweilen zur Droge von der sich der betreffende nicht mehr selbst befreien kann.
Und auf einmal können die Folgen virtuellen Tuns sehr real und teuer werden.
Was nur daran liegt, das man recht hat und der Rest der Welt die Wahrheit unterdrücken will.
Ein geschlossenes System, in das sich alles und jedes was einem widerfährt lückenlos einfügen läßt.
Am Ende kann man als Leser in den ganz krassen Fällen nur noch Mitleid haben. Helfen durchs Netz scheitert an der Distanz. Kontaktaufnahme endet nicht selten im Desaster. Zurück bleibt eine gewisse Hilflosigkeit…

Der heutige Tagesheilige Augustinus von Hippo macht mir in zweierlei Weise Hoffnung.
Hoffnung eins: Auch mit einem “Vorleben” kann man noch heilig werden.
Hoffnung zwei: Wer lesen kann ist im Vorteil.
Link zu Augustinus in heiligenlexikon.de
Ein kurzer Befall von Sedisvakantitis im Kommentarbereich
konnte mit einem Klick auf Spam geheilt werden.
So steht es im neuen Schulgesetz von Schleswig- Holstein:
Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz
(Schulgesetz – SchulG)
Vom
(Stand: 21.03.2006)§ 4
Bildungs- und Erziehungsziele(7) Lehrkräfte und Betreuungspersonal (§ 33 Abs. 2 Satz 1, Abs. 3, 5 bis 7) haben in der Schule auch durch ihr äußeres Erscheinungsbild religiöse und weltanschauliche Neutralität zu wahren. Das gilt nicht für die Erteilung von Religionsunterricht.
Dagegen lese ich bei Markus (Mk 10, 32 ff.):
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen. Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
Wenn ich nun nicht ganz blöd bin, steht da:
Wer sich weltanschulich neutral verhält, zu dem wird sich auch der Herr “weltanschaulich neutral” verhalten. Die Konsequenzen will ich mir lieber nicht vorstellen.
Die in der Leitung von Rom getrennte (=schismatische) Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich mit einem Brief an alle Priester im deutschsprachigen Raum gewandt, um für ihre DVD zu werben. Diese DVD enthält einen Lehrgang in “Alte-Messe-feiern”. Na klasse. Noch besser die DVD wird sogar verschenkt. Sie solle, so der Distriktobere in seinem Brief an die Priester, dem Priester erlauben die “Alte Messe” zu feiern. Na spitze.
Damit nicht genug, maßt sich die Piusbruderschaft nun auch noch an, unsere Bischöfe belehren zu wollen. In einem Schreiben an alle deutschen Bischöfe fordert der Distriktobere der Bruderschaft:
Wollen Sie bitte diesen rechtlich einwandfreien Status des überlieferten Ritus anerkennen und den Priestern, die es wünschen, die Angst nehmen, gemaßregelt zu werden, wenn sie ihre Treue zu der Hl.Messe erneuern, die über 1500 Jahre lang das Leben der Kirche geprägt hat.
Aha.
Die AEM schreibt:
Zeugnis unveränderten Glaubens
2. In Übereinstimmung mit der gesamten kirchlichen Überlieferung wurde durch das Konzil von Trient der Opfercharakter der Messe feierlich bekräftigt. Das Zweite Vatikanische Konzil, das diese Lehre erneut ausgesprochen hat, macht dazu folgende Aussagen: “Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zur Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen.” Diese Lehre des Konzils findet in den Texten der Messe ihren bleibenden Ausdruck. Denn die knappe Aussage des Sacramentarium von Verona: “Sooft die Gedächtnisfeier dieses Opfers begangen wird, vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung” , wird in den eucharistischen Hochgebeten passend und genau entfaltet. In ihnen wendet sich der Priester in der Anamnese auch im Namen des ganzen Volkes an Gott: er sagt ihm Dank und bringt ihm ein lebendiges und heiliges Opfer dar, das Opfer der Kirche und die Gabe, durch deren Darbringung Gott versöhnt werden wollte. Der Priester bittet ferner, dass Leib und Blut Christi ein Opfer seien, das dem Vater wohlgefällig ist und der ganzen Welt zum Heile dient.
So entspricht die Gebetsweise der Kirche im neuen Messbuch dem beständigen Glauben, der uns wie folgt lehrt: Das Kreuzesopfer ist ein und dasselbe wie seine sakramentale Vergegenwärtigung in der Messe, abgesehen von der verschiedenen Art und Weise der Darbringung.Christus, der Herr, hat die zeichenhafte Erneuerung beim Abendmahl eingesetzt, als er den Aposteln den Auftrag gab, sie zu seinem Gedächtnis zu begehen. Die Messe ist daher zugleich Opfer des Lobes, der Danksagung, der Versöhnung und der Sühne. Hervorhebung von mir. PW
Der hervorgehobene Satz wird, dies ist nicht neu, von der Piusbruderschaft bestritten. Warum sonst dieser Einsatz für das Meßbuch von 1962. Es ist ein unglaublicher Akt der Arroganz und Überheblichkeit zu glauben, sich über den Papst und die Bischöfe, mithin sich über das ordentliche Lehramt der Kirche stellen zu können oder zu dürfen.
Ja mehr noch, sie beabsichtigen, Priester zum Ungehorsam gegen ihren Bischof anzustacheln, damit diese erlaubt oder nicht die “Alte Messe” feiern.
Mehr und mehr komme ich zu der Ansicht, daß Rom zu nachsichtig mit den Traditionalisten umgegangen ist. In dem Wunsch, (vorwiegend älteren) Gläubigen die Feier der Hl. Messe in der für sie gewohnten Form vollziehen zu können, ja ihnen die Umstellung zu erleichtern, hat Rom u.a. mit dem Schreiben Quattuor abhinc annos der Kongregation für den Gottesdienst vom 3. Oktober 1984 den Bischöfen erlaubt, ausnahmsweise die Feier der Hl. Messe nach dem Missale von 1962 zu genehmigen. Mit der Erlaubnis sind jedoch strenge Auflagen verknüpft. Insbesondere darf die Legitimität und Richtigkeit in der Glaubenslehre des Missale von 1970 nicht in Frage gestellt werden. Doch genau diese Legitimität und vor allem die Rechtgläubikeit stellen die Piusbrüder in Frage. Ob ihnen bewußt ist, daß sie sich damit möglicherweise außerhalb der sichtbaren Gemeinschaft der Kirche befinden? Ich erhoffe mir klare Worte.
Nicht zu bestreiten ist, daß das Meßbuch von 1970 Schwächen aufweist. Insbesondere die volkssprachlichen Übersetzungen erwecken nicht selten den Eindruck, sie seien mit der heißen Nadel gestrickt. Die Diskussionen an den Hochschulen, Liturgischen Instituten und im Internet zu dem Thema sind Legion.
Nicht umsonst jagt eine Edition typica die nächste. Wobei die Umsetzung in der deutschen Bischofskonferenz mit sehr viel Gemütlichkeit geschieht. Von der Edition typica 2000 ist im Jahr 2006 weit und breit noch keine Umsetzung in Deutschland in Sicht. Vielleicht lassen wir sie ja ganz aus.
Ferner habe ich keine Probleme damit, an liturgischer Praxis, die sich über das Meßbuch stellt, insbesondere an der Experimentierfreudigkeit oder schlichten Eigenmächtigkeit zahlreicher Priester und Laien entschieden Kritik zu üben. Selbstgestrickte Orationen und Hochgebete, nichtbiblische Lesungen, Laienpredigt sowie Ringelpiez mit Anfassen haben keinen Platz in der Liturgie der Kirche.
Statt des offenen Ungehorsams von der einen (Piusbrüder) wie auch der anderen Seite (s.o.) gegenüber der Kirche erhoffe ich mir und rege an, eine neue liturgische Bewegung ins Leben zu rufen. Die Liturgie der Kirche betend und feiernd zu durchdringen ist die einzige Möglichkeit zu einen tieferen Verstehen und zu einer Weiterführung notwendiger Reformen. Eine Reform der Reform wir von vielen befürwortet und scheint sinnvoll. Niemand hingegen wird mir ernsthaft einreden können, man könne nach dem Meßbuch von 1970 nicht gültig und würdig die Hl. Messe feiern.
Links zum Thema:
Deutsches Liturgisches Institut in Trier
Das Motu Proprio “Ecclesia Dei”
Hoffentlich hält sie, die Waffenruhe in Israel und dem Libanon, die seit heute morgen 7:00 Uhr gilt.
Viel Hoffnung habe ich leider nicht.
Am 11. August feiert die Kirche das Fest der Heiligen Clara von Assisi.
Chiara ist ein Kind aus einer vornehmen Familie. Mit 18 Jahren schließt sich dem Heiligen Franziskus an. Ein Skandal, mit dem die Familie nicht gut umgehen kann. Doch der Ruf Gottes ist stärker. Ihren Brüdern, die sie mit Gewalt zurück holen wollen, zeigt sie ihren geschorenen Kopf als Zeichen für die Ernsthaftigkeit ihrer Absicht. Sie gründet mit Hilfe des Hl. Franziskus den Klarissenorden und setzt ihre Regel nach großen Schwierigkeiten auch in Rom durch. Knackpunkt ist die radikale Armut, die Clara in ihrer Regel verankert haben will. Zwei Tage nach Bestätigung ihrer Regel stirbt sie am 11. August 1253. Clara bedeutet “die Leuchtende” und ein Licht ist sie für die Kirche.
Auch heute noch hat uns Clara viel zu sagen. In einer Zeit, in der innerkirchlich mehr über Strukturen als über die Suche nach Gott geredet, stellt uns Clara die Alternative vor.
“Wer Gott dient, wird nicht krumm.”
So läßt sie, die ihr Leben lang krank und die letzten ab 1224 ganz ans Bett gefesselt war, uns heutige wissen.
In einer für die Kirche der damaligen Zeit schwierigen Situation, es war die Blütezeit ketzerischer Armutsbewegungen, bindet sich Clara ganz bewußt an die Kirche und setzt unter vielen Schwierigkeiten in Rom ihre Regel durch. Sie zerbricht nicht an der Last und sie wird auch nicht krumm, sondern setzt mit ihrer Liebe ihren Auftrag in der Welt um. Vom Krankenbett aus leitet sie den Orden, der sich schnell in Europa ausbreitet.
Clara macht mir Mut, wenn mich meine geliebte Kirche mal wieder an den Rand der Verzweiflung treibt.
Der Segen der heiligen Klara
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Unser Herr segne Dich und behüte Dich und zeige Dir sein Angesicht und erbarme sich Deiner. Er wende Dir sein Antlitz zu und schenke Dir den Frieden.
Ich, Klara, eine Dienerin Christi, eine Pflanze unseres hochseligen Vaters, des heiligen Franziskus, Deine Schwester und Deine sowie der anderen Armen Schwestern Mutter, obschon eine unwürdige, bitte unseren Herrn Jesus Christus durch seine Barmherzigkeit und durch die Fürsprache seiner heiligsten Mutter Maria, des heiligen Fürstengels, des heiligen Michael, und aller Heiligen Gottes, unseres seligen Vaters, des heiligen Franziskus, und aller Heiligen beiderlei Geschlechts, der himmlische Vater gebe und bestätige Dir im Himmel und auf Erden diesen seinen allerheiligsten Segen; auf Erden mehre er Dich in Gnaden und in seinen Tugenden unter seinen Dienern und Dienerinnen in der streitenden Christenheit, im Himmel erhöhe und ehre er Dich in der triumphierenden Christenheit, in der Schar seiner Heiligen.
Ich segne Dich in meinem Leben und nach meinem Tode, soviel ich vermag, und mehr als ich vermag, mit all dem Segen, mit dem der Vater der Erbarmungen (2 Kor 1,3) seinen Sohn und seine Tochter im Himmel und auf Erden gesegnet hat und noch segnen wird, und mit dem ein geistlicher Vater und eine geistliche Mutter ihre geistlichen Söhne und Töchter gesegnet haben und noch segnen werden. Amen.
Allezeit liebe ich Deine Seele und alle Deine Schwestern. Ich bitte Dich, Du mögest das mit Fleiß bewahren, was Du dem Herrn gelobt hast.
Unser Herr sei mit Dir zu allen Zeiten, und gebe Gott, daß Du allezeit mit ihm seiest. Amen.
Links:
finde ich, daß die Blogoszese derzeit von Sedisvakantisten heimgesucht wird.
Dominik, Carsten und fono wurden angezeigt. Nicht, daß davon irgendeine Gefahr ausginge. Ich vermute, daß nicht einmal Anklage erhoben wird.
Lästig ist es allemal. Bei Beleidigungen, Strafanzeigen und Zivilprozessen hört der Spaß auf.