tempus fugit
Samstag, 22. Dezember 2007, Samstag, 22 Dezember 2007, 22:43:44 Uhr
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… so fühlt sich das gerade an. Heute morgen Hl. Messe vom Samstag der dritten Woche im Advent, morgen (eigentlich schon seit heute 18:00 Uhr) 4. Adventssonntag und übermorgen Heilig Abend. Dabei war der Advent in diesem Jahr für mich selten ruhig, sieht man mal von den vergangenen drei Tagen ab.
Jetzt wird es wieder ruhiger und die Freude auf Weihnachten steigt.

Aus der 1. Lesung vom 4. Adventssonntag:

Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben. Jes 7,14

Weihnachten machen geht nicht.
Der Herr selber gibt Weihnachten von sich aus als Geschenk.

Egal ob hektisch oder ruhig, egal ob gewollt oder nicht.
Egal ob versucht wird Weihnachten in Grund und Boden zu kommerzialiesieren.
Egal ob der rotgewandete Komiker mir an jeder Ecke ein HoHoHo entgegen bölkt.

Egal …

… morgen will ich noch mal still und in Ruhe warten, warten auf das was der Herr selber uns schenken will:

sich selbst.



Winterbilder
Samstag, 22. Dezember 2007, Samstag, 22 Dezember 2007, 12:58:45 Uhr
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-10° C und herrlicher Sonnenschein

Auch dann hat der Garten seinen optischen Reiz.
Länger als für die Fotos wollte ich dann allerdings nicht im Garten verweilen.
Der Blick durchs Fenster des geheizten Raumes ist viel reizvoller.







Auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern.
Alle Gartenbilder unter creativ commons – Lizenz



Gaudete
Sonntag, 16. Dezember 2007, Sonntag, 16 Dezember 2007, 21:36:05 Uhr
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… oder Laetare
… nee, doch Gaudete

Das mußte ich jetzt mal gestehen.

Langsam kann ich darüber lachen.
Denn eigentlich weiß ich es ja.

Der Sonntag Gaudete ist ein kleines Highlight in der stillen Adventszeit.

Gaudete = freut euch.

Wie Paulus den Philippern schreibt:

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Phil 4,4



Jv+
Samstag, 15. Dezember 2007, Samstag, 15 Dezember 2007, 00:07:43 Uhr
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johannes_vom_kreuz.jpg 14. Dezember – Gedenktag des Heiligen Johannes vom Kreuz. Seitdem das Buch mit den Notizen der Sel. Teresa von Kalkutta erschienen ist, ist die Dunkle Nacht in aller Munde. Johannes, dieser bekannte Mystiker des 16. Jh. verdichtete diese Erfahrung in einem lyrischen Text, seinem gleichnamigen Gedicht.
Der Schriftsteller Reinhold Schneider nahm sich im vergangenen Jahrhundert des Themas an. (Abgedruckt und eingeleitet in: Reinhold Schneider; Maria Anna Leenen (Hg.) Reinhold Schneider, Ein Lesebuch. Spirituelle Texte eines großen Dichters. TYROLIA 2003). Ist die Gottverlassenheit der Dunklen Nacht ein Zeitphänomen unserer Tage, wie doxadei schreibt? Wenn ja, warum jetzt und warum so? Und da habe ich schon wieder etwas getan, was ich gar nicht tun soll.
Warum zu fragen, so durfte ich mir vor ein paar Tagen erklären lassen, führt in die Vergangenheit und endet oft im Nichts.

Ich soll die Frage in die Zukunft stellen. Wozu? Wohin soll es gehen?

Unsere Welt nimmt Gott nicht mehr wahr. Das ist eine Binsenweisheit, die mir aus jeder Nachrichtensendung und aus einer Vielzahl persönlicher Gespräche entgegen schlägt. Unvorstellbarer Weise haben sogar inzwischen ein ehemaliger Kanzler und etliche Minister darauf verzichtet, Gottes Beistand bei der Amtsführung in ihrem Amtseid zu erbitten. Das war deutlich und öffentlich. Atheistenverbände rüsten geistig auf. Mit einem Kampfbuch gegen den Glauben an Gott machte sich erst in den vergangenen Tagen ein englischer Wissenschaftler einen Namen und ein Zeichner meiner Jugend hat nun meine Bewunderung verloren und mein Mitleid gewonnen. Nun ist auch in Panama sie Sonne finster. Gott ist nicht mehr anwesend in unserer Gesellschaft. Er wird nicht mehr bemerkt. Hat sich Gott zurückgezogen?

Kirchliche Strukturen bröckeln oder zerbrechen ganz und gar. Pfarrgemeinden werden aufgelöst. Kirchen werden geschlossen. Mein Heimatbistum schrumpft deutlich schneller als es die demographische Entwicklung vermuten ließe. Christen werden zwar (noch?) nicht in unserem Land verfolgt, sind jedoch in vielen Ländern der Erde bedroht und können ihren Glauben nur unter großen Gefahren leben. Hat Gott das Interesse an seiner Schöpfung verloren?

Gott baut seine Kirche um
Wer sich genauer und mit etwas optimistischeren Augen umsieht, sieht nicht nur die Zusammenbrüche. Es bricht viel neues geistliches Leben auf. Jenseits etablierter Strukturen machen sich Menschen auf den Weg, auf den Anruf Gottes hin andere Formen zu versuchen. Es gibt viele Aktivitäten im Internet, wie die zahlreichen Weblogs, Foren und Nachrichtenportale, die die Anwesenheit Gottes in die virtuelle Welt hinein sagen. Menschen schließen sich zu neuen Gemeinschaften zusammen und das nicht erst seit gestern. Neue Formen der Kontemplation, wie sie Madeleine Delbrêl als Kontemplation auf der Straße vorgelebt hat. Es gibt Eremiten in unseren Tagen. Männer und Frauen, die sich auf eine radikale Weise Gott betend zur Verfügung stellen. Und es gibt junge Menschen, die sich auf ihre je eigene Weise, zuweilen tastend, mutig suchend auf den Weg machen, wie sie Gott in dieser Welt dienen können. Nicht wenige erfahren die Gottesferne der Welt auf ihre Weise in ihrem eigenen Leben.
Gott sucht Menschen unserer Tage, die den Lebensstil dieser Welt pflegen und verstehen, um seine Worte durch ihr Leben neu zu sagen. Nie bin ich in den letzten Monaten in eine Anbetungskapelle, wie es sie in fast jeder größeren Stadt gibt, gekommen, ohne das ein junger Mann oder eine junge Frau vor dem Herrn kniete und betete. Gott knüpft neue Netze des Betens und des Handeln in unseren Tagen.

Wie Johannes vom Kreuz es in seiner Zeit erlebt hat, die auch eine Zeit gewaltiger Umbrüche war, so erleben wir es auch heute wieder. Johannes und Theresa haben gemeinsam die Zeichen der Zeit erkannt und den Karmel zum Teil gegen erbitterte Widerstände erneuert. Sie haben dafür erhebliche persönliche Nachteile in Kauf genommen. Johannes wurde verhaftet und eingesperrt. Er verlor alles, die Anerkennung, das Prestige, die Freiheit und dann noch den Glauben. Aus dieser tiefen Erfahrung der Gottesferne konnte er im Sinne Gottes handeln. Gott hatte ihm alles genommen, sogar sich selbst entzogen. Erst jetzt war Johannes wirklich offen für den Anruf Gottes in seinem Leben. Auch wenn sich mir die Lyrik des Hl. Johannes nur schwer erschließt, so spricht aus jeder Zeile die sehnende Liebe zum fernen und fremd gewordenen Gott.

So ist es auch in unserer Zeit.
Es geht ein Schrei durch die Welt.
Ein Schrei, der den verlorenen Gott sucht.

So ist Johannes vom Kreuz für mich heute ein wahrhaft prophetischer adventlicher Heiliger.
Er zeigt mit seinem Leben auf die Gottesferne unserer Tage.

Wozu?

Damit Gott in diese Welt kommen kann.
Heute.
Auch durch meine Dunkelheiten.



Persönlichkeitstest
Mittwoch, 12. Dezember 2007, Mittwoch, 12 Dezember 2007, 00:28:20 Uhr
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Ein interessanter Persönlichkeitstest: Egoload

Mein Typ:
unabhängiger Denker Egoload - Unabhängiger Denker

Aha …



Schade
Dienstag, 11. Dezember 2007, Dienstag, 11 Dezember 2007, 14:17:38 Uhr
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Die Welt: Frau Ministerin, Kardinal Meisner hat Ihnen vorgeworfen, Sie seien “unwahrhaftig”, “prinzipienlos” und missbrauchten das Wort “katholisch”. Trifft Sie das?
Annette Schavan: Ich möchte das nicht kommentieren.

Mit Bundesforschungsministerin annette Schavan sprach Mariam Lau.
In: Die Welt vom 08.12.2007. Zitiert nach: http://www.cdu.de/archiv/2370_21647.htm

Schade, Frau Schavan, der Kommentar hätte mich interessiert.



Adventskalender bei katholon.net
Dienstag, 4. Dezember 2007, Dienstag, 4 Dezember 2007, 00:35:50 Uhr
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Einen Adventskalender der besonderen Art bietet in diesem Jahr mein Lieblingsforum an.

Mit einem Einsatz, der ihr einen nahe an den Grad heroischer Tugend heranreichenden Status verleiht, bearbeitet Anastasis Texte von Usern, stellt sie ins Forum und legt sie als Tonband in einen Pottkasten.

Die Texte finden sich hier

und auch ein RSS-feed steht zur Verfügung.

RSS-Feed für den Advents-Podcast

Allen meinen Lesern und allen Hörern und Lesern des Adventskalenders wünsche ich eine besinnliche Adventszeit.



Neuer Blog
Montag, 3. Dezember 2007, Montag, 3 Dezember 2007, 15:12:46 Uhr
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EcclesiaCatholica

Nachrichten, Kommentare und Nachdenkliches aus der Sicht eines Leipziger Katholiken

via Petra



Gruß an Maria
Montag, 3. Dezember 2007, Montag, 3 Dezember 2007, 00:18:46 Uhr
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Wer das Stundengebet der Kirche betet, beendet den Tag (liturgisch) mit einem Gruß an Maria.

Im Advent und in der Weihnachtszeit ist es das alma redemtoris mater, das den Tag
beschließt.

Latein …. Deutsch
Alma Redemptoris Mater,
quae pervia caeli porta manes,
et stella maris,
succurre cadenti,
surgere qui curat, populo:
tu quae genuisti,natura mirante,
tuum sanctum Genitorem,
Virgo prius ac posterius,
Gabrielis ab ore, sumens illud Ave,
peccatorum miserere.
. Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren, der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,
aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.

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So kann es sich anhören:

Doch so schön könnte es bei mir natürlich nicht klingen, sollte ich auf die Idee kommen, es zu singen. Deshalb und mit Rücksicht auf meine Familie bete ich es doch lieber leise.



Warten können
Sonntag, 2. Dezember 2007, Sonntag, 2 Dezember 2007, 23:33:54 Uhr
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  • Seit September stehen Lebkuchen und Co im Supermarkt.
  • Am vergangenen Montag abend kam ich aus dem Dom St. Patrokli in Soest. Noch das Schlußlied im Ohr …. Christkönig, Halleluja! auf den Lippen, stolpere ich mitten auf den “Weihnachtsmarkt” und stehe in Tannengrün.
  • Am Donnerstag der vergangenen Woche war in der Fußgängerzone schon die “Weihnachtsbeleuchtung” an.
  • Im Supermarkt erklärte mir gestern ein Sänger aus den Lautsprechern quäkend, er träume von weißer Weihnacht.

Können wir nicht mehr warten?

Nur zur Information: Weihnachten ist am 25.Dezember

Natürlich wird am 27. Dezember alles, was nach Weihnachten aussieht, aus Geschäften und Öffentlichkeit entfernt.
Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen.