Das Ende
Montag, 25. Februar 2008, Montag, 25 Februar 2008, 07:20:00 Uhr
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ist es nicht, doch hier gehen jetzt mal für eine Zeit die Lichter aus.

- Blogpause -



Impressionen aus meiner Heimatstadt
Montag, 11. Februar 2008, Montag, 11 Februar 2008, 22:20:48 Uhr
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Am 1. Sonntag der Fastenzeit hat Petrus wohl schon mal für das Osterwetter geprobt.
Das war schon ein richtig lecker Wetterchen.

Ein paar sehr schöne Bilder sind dann auch für mein Weblog abgefallen:

Stadtkirche St. Petri in Geseke – Dachreiter im Gegenlicht Stadtkirche St. Petri in Geseke – Nordseite

Stadtkirche St. Petri in Geseke – Nordseite

historische Bruchsteinmauer
(typisch für Geseke)
im Hintergrund die Remise vom Haus Thoholte
Haus Thoholte und Remise

Auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern.
Alle Bilder unter creativ commons – Lizenz



Wo ist die Grenze?
Montag, 11. Februar 2008, Montag, 11 Februar 2008, 21:12:57 Uhr
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Heute ging es durch die Nachrichten und Zeitungen:

Das sogenannte Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) reicht der EU nicht aus.
In der Gleichstellung der Homosexuellen Lebenspartnerschaften müsse nachgebessert werden, heißt es in einem Bericht aus Brüssel an die Bundesregierung.
Nun, dieser Meinung bin ich auch, allerdings gehen meine Gedanken hinsichtlich der Modifikationen wohl in eine gänzlich andere Richtung als die der Brüsseler.

Ich frage mich, wo ist die Grenze?
Wie weit kann ich eine Politik mittragen, die sich konsequent und dauerhaft gegen die natürliche von Gott gegebene Schöpfungsordnung richtet?

Was kommt eigentlich noch?

Wie weit, so frage ich mich in letzter Zeit immer wieder, kann ich mitgehen?
Eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften bei der Beihilfe im öffentlichen Dienst?
Das kann nicht sein, oder?

Aber auch diese Frage muß ich stellen:
Hätte ein Staat in Europa nicht mehr das Recht, die Ehe positiv zu definieren und alles, was nicht Ehe ist auch nicht Ehe zu nennen und wie eine Ehe zu behandeln?
Es scheint so zu sein.



Dabei sind wir in Deutschland vorgewarnt
Sonntag, 10. Februar 2008, Sonntag, 10 Februar 2008, 13:12:25 Uhr
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So warnt Erzbischof Hans Josef Becker in seinem aktuellen Fastenhirtenbrief, der heute in allen Hl. Messen im Erzbistum Paderborn verlesen wird. (Nicht überall in seiner ganzen Länge. Wie ich aus leidvoller Erfahrung vergangener Jahre weiß, gibt es superschlaue Pastöre, die meinen man könne den Gläubigen den Hirtenbrief insgesamt nicht zumuten. Sehr bedauerlich.)
Da ich den Hirtenbrief vorab gelesen hatte, konnte ich den Text heute morgen vertiefend hören.

Es geht um die sogenannte Sterbehilfe, die so wie sie in Holland, Belgien und der Schweiz praktiziert wird nichts anderes als Mord oder Hilfe zum Selbstmord ist. Die jeweilige Befindlichkeit der Gesellschaft wird künftig über das Recht zu leben oder die Pflicht zu sterben entscheiden. Nützlichkeitserwägungen und geschwächte Sozialkassen werden das Leben des alten oder schwerkranken Menschen zur Disposition stellen. Wird heute natürlich sehr hochmoralisch das Recht des Menschen auf ein humanes Sterben in den Mittelpunkt gestellt, so ist es morgen schon eine moralische Pflicht, niemandem mehr als Pflegefall zur Last zu fallen.

Vor zwanzig Jahren wurde alle die belächelt, verspottet oder beschimpft, die prophezeiten, daß nach der Freigabe der Kleinstkindestötung, das andere Ende des Lebens auch noch drankommen werde. Nun sind wir so weit und wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung. Müssen sich heute allen Ernstes Eltern von behinderten Kindern die Frage gefallen lassen, ob man da nicht vorher “was habe machen können?”, was ja nichts anderes heißt, als die Kinder frühzeitig abzumurksen, so werden sich künftig pflegende Angehörige fragen lassen, ob man der Oma nicht irgendwie “auf humane Weise” helfen könne. (Sprich: auch abmurksen.)

Deshalb muß ich an dieser Stelle:

Aktive Sterbehilfe
widerspricht einem Sterben, das den
Namen „human“ verdient!¹

widersprechen. Mit dem Attribut “human, humanistisch” versehen sich gerade die, die die Hilfe zur Selbsttötung auf Verlangen, den medizinisch indizierten und verordeneten Mord und Pflicht zum Ableben aus ökonomischen, humanitären, sozialen oder welchen Gründen auch immer, zum politischen Programm erhoben haben. Das, was sich gegenwärtig selbst als Humanismus bezeichnet, bringt sich gegen den Glauben und gegen die Göttliche Schöpfungsordnung ins Feld. Mit dieser Begrifflichkeit können und dürfen wir als Christen nicht operieren, wollen wir nicht in die Irre gehen. Es gilt im Sinne der Schöpfungsordnung zu argumentieren und nicht im Sinne menschlicher Erwägungen, wie sie uns der Humanismus liefern zu müssen meint.

Dem hingegen:

Wir können
der Vergänglichkeit und Endlichkeit
des irdischen Lebens zwar nicht ausweichen,
aber wir dürfen sie auch
nicht in dem beschleunigenden Sinne
herbeiführen, dass wir uns selbst zu
Herren über Leben und Tod erheben.²

habe ich nichts hinzuzufügen.

Lieber Herr Erzbischof,
danke für diesen beeindruckenden und wertvollen Hirtenbrief.
(Man muß seinen Bischof ja auch mal loben dürfen.)

Der gesamte Text steht hier zum Download zur Verfügung.

_________________________
¹ Erzbischof Hans Josef Becker. Würde im Sterben. Der Schutz des menschlichen Lebens bis in die Sterbestunde. Paderborn 2008. S.7.
² a.a.O. S.8.



Vierzig Tage
Freitag, 8. Februar 2008, Freitag, 8 Februar 2008, 21:49:53 Uhr
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Sehr gerne weise ich auf eine Aktion hin, die mir selber sehr am Herzen liegt.

Es geht um Vierzig Tage Gebet um geistliche Berufe.

via Amica



Mein Vater
Donnerstag, 7. Februar 2008, Donnerstag, 7 Februar 2008, 21:23:42 Uhr
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Gebet der Hingabe von Charles de Foucault:

Mein Vater,
ich überlasse mich Dir,
mach mit mir, was Dir gefällt.

Was du auch mit mir tun magst, ich danke Dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur Dein Wille sich an mir erfüllt
und an allen Deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In Deine Hände lege ich meine Seele;
Ich gebe sie Dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,

weil ich Dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich Dir hinzugeben,
mich in Deine Hände zu legen,
ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn Du bist mein Vater.

Diese Betrachtung schrieb Charles de Foucault im Jahre 1896 noch zu der Zeit als er bei den Trappisten war.

Für mich hat dieses Gebet eine besondere Bedeutung gewonnen
in einer Zeit als mir der Glaube sehr schwer zu fallen schien.

Irgendwie war mir langsam alles egal.
Mit Gott stand ich nicht nur etwas auf Kriegsfuß und beten ging fast gar nicht mehr.
Erstaunlicherweise fiel mir durch den sogenannten Zufall dieses Gebet in die Hand, fast zeitgleich stolperte ich über das Buch “Denn Du bist mein Vater. Bekenntnis eines Lebens.” von Carlo Carretto.
Carlo Carretto legt darin vor seinem persönlichen Hintergrund das Gebet der Hingabe aus. Das Gebet und das Buch halfen mir eine Zeit lang durch das Tal hindurch. So ganz einfach war es deshalb trotzdem nicht, dennoch habe ich dieses Gebet besonders gern.

Bruder Karl hat diese Meditation als ein Gebet geschrieben, das so eigentlich nur von Jesus selbst gesprochen werden kann.
Jeder Mensch, selbst der größte Heilige müßte mit diesem Gebet überfordert sein.
Nur Jesus ist es, der Gott so und in vollkommer Weise mit “Mein Vater” anreden kann.
Nur Jesus gibt sich so radikal in die Hände Gottes.
Die Übergabe ist radikaler als alles, was wir denken können:
Mach mit mir, was Du willst. So kann nur Jesus mit seinem Vater reden.

An dem Punkt nehmen die Worte mich mit in das Geheimnis hinein:
Was kann mir besseres passieren, als das, was Gott für mich für gut hält.
Mein Widerstand, gleich ob lasch oder erbittert, führt mich weg von dem, was Gott für mich vorgesehen hat.
(Wenn ich das erst einmal so richtig innerlich verstanden und keinen Zweifel daran hätte … )

Beeindruckend ist der Dank Jesu für des Vaters Willen in seinem Leben, gefolgt von dem Wunsch, daß sich dieser Wille Gottes an allen Geschöpfen erfüllen möge.

Auch an mir.

Kein Geschöpf wird ausgenommen.
Jesus nimmt auch mich mit hinein in diesen Wunsch.
Auch an mir soll sich der Wille Gottes ganz erfüllen,
auch ich soll den Willen des gütigen Vaters dankbar annehmen.

Meine Seele soll ich übergeben und nichts weiter von Gott ersehnen.

Lieben soll ich
und alles in die Hände des Vaters legen.

Alles.

Auch meine Wut
Auch meine Verzweifelung
Auch meine Traurigkeit
Auch meine Unfähigkeit
Auch …

… ohne Maß und mit grenzenlosem Vertrauen in Gott,
der auch mein Vater ist, weil Jesus Christus, der mein Herr ist, mein Bruder geworden ist.



Nein, wir sind
Donnerstag, 7. Februar 2008, Donnerstag, 7 Februar 2008, 21:11:42 Uhr
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keine Menschenfresser.

Nur weil ein Atheist keinerlei Verständnis für die Eucharistie hat, muß ich mich noch lange nicht als Menschenfresser bezeichnen lassen. Insofern finde ich es gut, daß das Bistum Rottenburg- Stuttgart Strafanzeige erstattet hat.



Hart
Sonntag, 3. Februar 2008, Sonntag, 3 Februar 2008, 21:46:04 Uhr
Abgelegt unter: katholisches | Tags: ,

ist so etwas ja schon.
Dagegen war die gereimte Predigt unseres Vikars ja noch richtig erträglich. Auch wenn sie keinerlei Bezug zu Evangelium und/ oder Lesung hatte. Zu allem Überfluß wurde danach noch applaudiert, was ich überhaupt nicht mag.

Naja, in vergangenen Jahren habe ich am Sonntag vor Achermittwoch schon schlimmeres erlebt.
Büttenpredigten, Priester in kunterbunter Kasel, verkleidete Ministranten … alles schon durchlebt und erlitten. Ich bin eben kein Rheinländer und so geht mir das Verständnis für das närrische Treiben vor Beginn der Fastenzeit fast völlig ab. Mag mich der Rheinländer auch schelten. Auch bei uns wird an dem Donnerstag, der allgemein Weiberfastnacht genannt wird, das Rathaus von Hexen gestürmt. Wann immer es geht vermeide es, dort zu erscheinen. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen hingehen muß, bin ich schnell wieder weg. Danach gilt es, sich auch möglichst bis abends von der Innenstadt fernzuhalten.

Da es kein liturgisches Fest 1. Sonntag der Karnevalszeit gibt, möchte ich in der Messe davon einfach nur verschont bleiben. In diesem Jahr hat es, abgesehen von der gereimten Predigt, gut geklappt.



Winterbilder 2
Sonntag, 3. Februar 2008, Sonntag, 3 Februar 2008, 20:45:00 Uhr
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Bei diesem herrlichen Wetter konnte ich mir ein wenig frische Luft nicht verkneifen.

Ziel meiner Wahl war der Keddinghäuser See.
Eine Runde um den See ist auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ein Vergnügen, so denn die Sonne scheint.

Weil ich die Kamera dabei hatte, habe ich ein paar Fotos eingefangen.

Schnee am Straßenrand Keddinghäuser See

von Moos überwachsener Baumstumpf Keddinghäuser See

Weg um den See -abgebrochene Bäume, Folgen von Kyrill Hufspuren

kleiner Zufluß zum See Die Afte – Hauptzufluß zum See

See im Gegenlicht Wurzelwerk

Bank ohne Bretter Da sprießt schon was

Treppe mit Pegel Blick über den See

Oberhalb von Bad Wünnenberg – Gegenlichtaufnahme Oberhalb von Bad Wünnenberg – Gegenlichtaufnahme

Auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern.
Alle Gartenbilder unter creativ commons – Lizenz



Nunc dimittis
Samstag, 2. Februar 2008, Samstag, 2 Februar 2008, 22:00:34 Uhr
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vulgata:
Nunc dimittis servum tuum Domine, *
secundum verbum tuum in pace.
Quia viderunt oculi mei salutare tuum, *
quod parasti ante faciem omnium populorum,
lumen ad revelationem gentium *
et gloriam plebis tuae Israel.

Einheitsübersetzung:
Nun lässt du, Herr, deinen Knecht *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
(Lukas 2, 29-32)

Jeden Abend betet die Kirche das Gebet des greisen Simeon.
Heute haben wir es im Evangelium gehört. Wir feiern heute den Tag, an dem Maria und Josef ihren erstgeborenen Sohn in den Tempel gebracht haben und ihn dem Herrn geweiht haben. So sieht es das Gesetz des Mose vor. Sie tun dort, was alle frommen Juden taten.

Doch der Evangelist Lukas weiß noch von zwei Begegnungen zu berichten, die sich dort ereignen. Simeon und Hanna, zwei ältere Menschen aus Jerusalem erkennen in dem kleinen Kind den Messias. Nach dem Gebet, das uns der Evangelist überliefert, sagt Simeon ein Wort, das auch heute noch so gilt. Jesus, das ist einer, durch den die Gedanken vieler aufgedeckt werden und durch den viele aufgerichtet werden, viel hingegen zu Fall kommen.

An Jesus, dem kleinen Kind, der Gottes Sohn ist, scheiden sich noch immer die Geister. Mehr noch vielleicht als je zuvor.
Wird doch zuweilen immer wieder von Sternen FOCUSsiert und “gespiegelt”, er, dieser Jesus, habe ja gar nicht gelebt, sei ganz woanders geboren, schon gar nicht Gottes Sohn gewesen und überhaupt gar nicht gestorben und sicher nicht auferstanden.
Viele werden aufgerichtet und viele kommen zu Fall.
So ist es nach wie vor.
Bei vielen stößt Jesus auch heute auf Ablehnung,
sie wollen von ihm nichts wissen.
Viele wollen nicht annehmen, was er auch für sie getan hat.

Dennoch: Gott wird Mensch und gibt sich den Menschen zu erkennen.
Wir können ihn auch in unserem Leben erkennen.
Auch wenn ich weiß, daß es nicht immer, nicht zu jeder Zeit oder in jeder Situation geht.
Er kann für lange Zeit verborgen sein.

Hanna und Simeon machen es uns vor,
es gilt die Augen und Ohren aufzusperren.
Manchmal müssen wir warten …

(… und ab und an mal ein kleines Kind auf den Arm nehmen)