Stille Zeitgenossen
Dienstag, 12. August 2008, Dienstag, 12 August 2008, 08:05:51 Uhr
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Blogger sind oft recht stille Zeitgenossen, die ihre Gedanken ins weltweite Netz flüstern.

Ein empfehlenswertes Weblog ist
Epistulae Tiberii,
auf den ich an dieser Stelle gerne hinweise.



Ausgebüchst
Montag, 11. August 2008, Montag, 11 August 2008, 21:46:34 Uhr
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Heilige sind nicht glatt geschliffen,
nicht immer pflegeleicht
und schon gar nicht immer zuckersüßlieb.

Was soll man denn von einer jungen Frau halten, die im zarten Alter von 18 Jahren ausbüchst?
Was soll man davon halten, daß sie zu einem verrückten Kerl geht, der im Wald lebt?
Was soll man davon halten, daß sie sich den Heiratsplänen ihrer Eltern widersetzt.
Als die Brüder sich auf die Suche machen, finden sie ihre Schwester in einem Kloster wieder.
Als sie den Schleier vom Kopf reißt, sind alle Haare ab.
Sie ist kahlgeschoren. Da bleibt keine Frage mehr offen.
Unverrichteter Dinge ziehen die Brüder wieder ab.

Selbst dem Papst leistet sie später Widerstand.
Als erste Frau schreibt sie eine Ordensregel für Frauen und
gründet den radikalsten Frauenorden der damaligen Zeit.

Sie stellt sich den Sarazenen in den Weg als diese ihr Kloster angriffen.

Erkannt?

Es ist Clara von Assisi, die Gründerin des Clarissenordens.

Ich mag Heilige, deren Leben nicht in so glatten Bahnen verläuft.
Zeigen sie mir doch, daß das Leben mit Gott eben nicht immer unkompliziert ist und
Heilige eben auch Menschen sind.



Neue Hülle
Sonntag, 10. August 2008, Sonntag, 10 August 2008, 21:40:47 Uhr
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Manchmal motiviert eine neue Hülle, auch neuen Inhalt einzufügen.

Immer wieder habe ich mir in der vergangenen Zeit kummervoll meinen dahinvegetierenden Weblog angeschaut. Schon lange gefiel mir das Aussehen nicht mehr. Zu voll, zu überladen, zu wenig schlicht zu knallig bunt …

Dann habe ich mich mal auf die Suche gemacht und dieses Theme gefunden.
Eine Idee für eine neue Titelgrafik war schnell gefunden, wieder verworfen …

… im zweiten Anlauf hatte ich die richtige Idee.

Das Kreuz oben rechts ist aus der Abtei Varensell. Sr. Ehrentrud Trost machte diese Kreuze.
Sie sind Mosaiken, die in Steinchen ausgedrückte Kreuzestheologie ist. Hervorstechend sin bei allen diesen Kreuzen die 5 Felder aus roten Steinen, die für die 5 Wundmale Christi stehen. In die Kreuzform eingelassen sind Steine von verschiedenen Farben, die von Grau- und Brauntönen dominiert werden. Das Kreuz findet sich hier auf der Erde in unserem grauen Alltag. Die Steine sind einzementiert. Das Kreuz ist fest und es ist schwer. Umgeben werden die Steine von einem festen Metallrahmen. Das Kreuz hält. Es hält mich …
Letztendlich finden sich vereinzelt goldene Steine in das Mosaik eingelassen. Sie leuchten mit den roten Steinen um die Wette. Das Gold steht für das Licht der Auferstehung.

Schon am Kreuz leuchtet die Auferstehung auf.

Als ich während meines Studiums regelmäßig in Varensell war, gab es diese Kreuze noch zu kaufen. Leider konnte ich sie mir damals nicht leisten. Später, als ich sie mir leisten konnte, gab es keine mehr zu kaufen. So besitze ich nun keines davon. Nichts desto weniger freue ich mich immer, wenn ich eines davon sehe. Sr. Ehrentrud ist inzwischen heimgegangen, doch sie hat in der Abtei und in der Kirche ihre Spuren hinterlassen. Mehr noch hat sie mit ihrer Kunst Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen.

Eine riesige Freude war es, als ich eines von diesen Kreuzen bei einem guten Freund entdeckte. Die Geschichte dahinter machte mich etwas traurig. Er hatte dieses Kreuz vor der “Entsorgung” (auf den Müll werfen nennt man heute so) bewahrt. Es war in der Erbmasse einer verstorbenen Frau und die Erben konnten mit einem Kreuz nix anfangen. Inzwischen hängt es in seinem Wohnzimmer.