Resurrexit, sicut dixit, alleluia.
Mittwoch, 22. April 2009, Mittwoch, 22 April 2009, 22:51:56 Uhr
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Die österliche marianische Antiphon Regina caeli ist für mich einer der schönsten Gesänge, den die Kirche kennt.
Dabei ist es sehr kurz. Andächtig gesungen dauert es im einfachen Ton gerade mal gut eine halbe Minute.
Doch es ist sehr dicht. Heute, nach der Messe in der alten Form des römischen Ritus habe ich es in dieser Osterzeit erstmal auf Latein gesungen und nicht in der nachgedichteten Form, wie sie auch im Gotteslob steht. Warum die lateinischen Gesänge in den Gemeinden so stiefmütterlich behandelt werden, verstehe ich einfach nicht.

Umso größer war die Freude heute.

Immer wieder, so auch heute, ist es ein Satz aus diesem Gedang, der mich besonders beeindruckt:

Resurrexit, sicut dixit, alleluia.

Er ist auferstanden, wie er gesagt. Halleluja.
Drei Worte in Latein und das Halleluja dahinter.
Kurz, knapp, präzise.
ER hat Wort gehalten.
ER ist auferstanden.

Ja, klar, haben wir das denn angezweifelt?
… Doch, ja, *räusper* manchmal schon ein bißchen …

Wie erstaunte Kinder wenden wir uns an Maria,
um ihr mitzuteilen, daß ihr Sohn getan hat, was er angekündigt hat.

Wer, wenn nicht Maria hätte das ohnehin gewußt?

Gütige Mutter, die sie uns Menschen unterm Kreuz geworden ist hört sie uns zu.

Ich kann es mir selber nicht oft genug sagen; ich möchte es allen sagen.
Er hat es gesagt, er hat es getan.

Aber so ist es viel schöner:

Regina coeli, laetare, alleluia.
Quia quem meruisti portare, alleluia,
Resurrexit, sicut dixit, alleluia.
Ora pro nobis Deum, alleluia.

Freu Dich, Du Himmelskönigin, Halleluja.
Denn Er, den Du zu tragen würdig warst, Halleluja,
Er ist auferstanden, wie Er gesagt, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Maria, Halleluja.



Liebeskummer
Sonntag, 19. April 2009, Sonntag, 19 April 2009, 21:19:08 Uhr
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Wenn jemand liebt, der geliebte den Liebenden immer wieder enttäucht, dann bekommt der Liebende Liebeskummer. So könnte man Liebeskummer als eine Art Defekt in der Liebe ansehen. Gott, so lesen wir bei allen großen Heiligen und geistlichen Schriftstellern, ist der große Liebende schlechthin. Die Objekte seiner Liebe sind wir.
Aber wir, die Menschen, gefangen in unserer durch die Erbsünde beschädigten Natur, müssen folglich eine ständige Enttäuschung dieser Liebe sein. Also müßte Gott doch ständig Liebeskummer haben.

Nun ist aber Liebeskummer eine Unvollkommenheit der Liebe, die Gott, der ja vollkommen ist, in Widerspruch zu sich selbst setzen müßte. So geht das nicht, denn auch Gottes Liebe ist vollkommen.

So hat Gott die Barmherzigkeit erfunden.
Eine geradezu geniale Idee.

Was auch immer ich in Gedanken, Worten und Werken an Bösem tue oder an Gutem unterlasse, ist eine Beschädigung der Liebe. Nun bin ich zwar kein ausgemachter Bösewicht, hoffe ich jedenfalls, doch ich bin so ein ganz gewöhnlicher Sünder. Wichtiger aber noch, ich habe eigentlich gar nicht vor, Böses zu tun. Und doch … ich tue immer wieder, was ich nicht tun soll. Die alte Schlange ist ziemlich raffiniert und immer wieder gebe ich nach. Meistens kapiere ich nach mehr oder weniger kurzer Zeit, was ich verbockt habe, doch die Liebe ist beschädigt.

Watt nu?

Ich habe Gott Liebeskummer verursacht …

… aber halt, Gott hat ja die Barmherzigkeit erfunden.

Wenn ich nun mal wieder die Liebe beschädigt habe, dann darf ich wieder umkehren, mich Gott wieder auf Gott zu bewegen und siehe da, seine Barmherzigkeit umfängt mich, nimmt mich wieder an und heilt, was beschädigt ist. Gott vergibt und heilt, was ich verbockt habe, wenn ich nur wieder umkehre.

    Das ist das innere Wesen von Barmherzigkeit:

    Gottes Liebeskummer und sein Weg ihn zu heilen zu gleich.

Die Liebe Gottes ist eben immer größer.

Seit April 2000 feiert die Kirche am 2. Ostersonntag den Barmherzigkeitssonntag.

Wie das eben so ist, teilt Gott was er hat immer mit uns.
So teilt er mit uns auch die Barmherzigkeit, die er erfunden hat.
Wir selber können, sogar mit unseren bescheidenen Mitteln, daran teilhaben und Werke der Barmherzigkeit tun.

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit:

* Die Hungrigen speisen.
* Den Dürstenden zu trinken geben.
* Die Nackten bekleiden.
* Die Fremden aufnehmen.
* Die Kranken besuchen.
* Die Gefangenen besuchen.
* Die Toten begraben.

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit:

* Die Unwissenden lehren.
* Den Zweifelnden recht raten.
* Die Betrübten trösten.
* Die Sünder zurechtweisen.
* Die Lästigen geduldig ertragen.
* Denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen.
* Für die Lebenden und die Toten beten.

Die Werke der Barmherzigkeit sollten vielleicht mal wieder mehr in dem Blick kommen.
Denn sie bringen Wärme in das Miteinander der Menschen.

Ich finde, die Barmherzigkeit ist eine tolle Erfindung.
Aller Voraussicht nach wird sie mir das (ewige) Leben retten.



Hallelu …
Freitag, 17. April 2009, Freitag, 17 April 2009, 11:25:47 Uhr
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… ja

oder

… nein

Es ist Ostern, schön, aber was machen wir jetzt damit.
So kommt mir die Stimmung im heutigen Evangelium vor.

Petrus, der sich einfach sehr oft als Pragmatiker erweist, tut sich mit einem Spruch hervor, der nur aus drei Worten besteht:

Ich gehe fischen.

Das sagt so viel aus. OK, der Herr ist auferstanden, aber langsam muß das normale Leben wieder losgehen. Wir haben ja schließlich einen Beruf und eine Familie zu ernähren. Ein bißchen Frust steckt auch drin. Ich halte das ewige Rumsitzen nicht mehr aus. Es muß mal wieder was passieren. Fischen, das kann ich wenigstens. Mit dem anderen Zeug, Fels sein und so, komme ich eh’ nicht klar. Also, ab an die Arbeit. Tusch! Es geht los, sie werfen die Netze aus und fangen …

… nichts.

Der Herr zeigt sich den Jüngern und sagt ihnen was sie tun sollen:

Werft das Netz auf der rechten Seite aus.

Die Fischereigenossenschaft Petrus & Co macht den Fang ihres Lebens. Das Netz kann nicht einmal an Board gezogen werden. Petrus, der mal wieder einen Anstubser braucht, um den Herrn zu erkennen, springt über Board und schwimmt an Land. Die anderen kommen nach.

Eigentlich hätte Jesus an der Stelle ja maulen müssen:
Ihr sollt das Evangelium verkünden.
Wozu habe ich das denn alles gemacht?
Und ihr macht weiter wie vorher.
Habt Ihr denn gar nichts begriffen?

Genau das tut Jesus aber nicht. Er sieht ihre Erfolglosigkeit und rät zu einem anderen Verfahren. Jesus holt seine Jünger auch nach Ostern wieder dort ab, wo sie stehen. Wie weit ist der Weg von dort, dem Petrus am Ufer des See Tiberias zu dem Petrus, den wir in den Lesungen der letzten Tage in Jerusalem erlebt haben. Da steht jetzt einer, der selbstbewußt und vom Heiligen Geist erfüllt die Botschaft von der Auferstehung verkündet. Ein langer Weg wird es gewesen sein. Jesus ist die langen Wege mit seinen Jüngern immer mitgegangen. Mehr noch, er bestärkt sie geradezu noch dazu, in ihrem Alltag zu verbleiben, ihre ganz gewöhnlichen Dinge zu tun, bis sie neue Erkenntnisse erlangen und den neuen Weg, den sie gehen sollen wirklich erkennen können. Dann machen sie sich auf.

So entpuppt sich die so resigniert wirkende Ankündigung fischen zu gehen, als genau der Weg, auf dem der Auferstandene den Petrus auf den rechten Weg zu führen vermag.

Und so ist es auch heute immer wieder. In unserem Alltag holt der Herr uns ab.
Osternacht? Sehr schön, ja.
Gloria und Halleluja singen? Prächtig, eindrucksvoll und zu Herzen gehend.
Aber so schnell die Lieder und Gesänge verklungen sind, so schnell setzt eben auch der Alltag wieder ein.

Das heutige Evangelium sagt mir:
Lebe Deinen Alltag.
Geh ruhig fischen.
Der Herr wird Dich schon finden und Dir Deinen Weg zeigen.

… ich gehe mal arbeiten …



Frohe und gesegnete Ostern
Sonntag, 12. April 2009, Sonntag, 12 April 2009, 05:33:48 Uhr
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090412_anastasis_konstantinopel

Er ist wahrhaft auferstanden – Halleluja



hebdomada sancta
Samstag, 11. April 2009, Samstag, 11 April 2009, 11:32:36 Uhr
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Karsamstag

Der Tag des Ausharrens und Wartens.
Die Kirche harrt am Grab aus und wartet auf die Auferstehung.

hoellenfahrtTraditionell gedenkt die Kirche am heutigen Tage auch der Höllenfahrt Christi.

“Hinabgestiegen in das Reich des Todes”

beten wir im Glaubensbekenntnis.

Mit seiner Erlösungstat hat Jesus den verschlossenen Himmel geöffnet und so konnten die Gerechten den Limbus Patrorum verlassen und in die Herrlichkeit Gottes eingehen, die ihnen seit dem Sündenfall des Adam verschlossen war.
Für mich erlangt dieses Gedenken Bedeutung, weil es mir sagt, daß das Heilshandeln Christi niemanden ausschließt. Selbst wer lange Zeit vor Christi Geburt gelebt hat, wird nun gerettet.
Auch für diese ist Christus gestorben, auch diese erlangen durch das Kreuz das Heil.

In der Stille des heutigen Tages, die sich jetzt auch wieder ausbreiten kann, da ich den Ostereinkauf früh am morgen erledigt habe, wird mich dieser Gedanke heute noch ein wenig begleiten. Die Kunstgeschichte hat sich dieses Glaubens sehr plastisch angenommen, wie man im nebenstehenden Bild sehen kann. Wie anders als in menschlichen Bildern sollen wir es uns auch vorstellen. Der geöffnete Kerker ist ein Bild für die große Erleichterung derer, denen nun endlich die Rettung zuteil wird. Sie ist ein Bild der Hoffnung, auch für alle, die in diesseitigen Kerkern von Not, Angst und Verzweiflung gefangen sind.

Das Kreuzesopfer Christi vermag jeden Kerker aufzuschließen.

Es ist ein Warten und Ausharren der Hoffnung, in dem die Kirche am Karsamstag verweilt.



hebdomada sancta
Freitag, 10. April 2009, Freitag, 10 April 2009, 16:57:28 Uhr
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Karfreitag

Ein stiller Tag.
Ein Tag des Nachdenkens.
Meistens verbringe ich den Karfreitag damit, neben der anfallenden Arbeit in Gedanken nachzuspüren wo ER jetzt gerade ist. Immer wieder am Tag wandern meine Gedanken zurück in jene Zeit, an jenen Tag, jene konkrete Stunde.
Vom frühen Morgen bis in den Nachmittag, wenn die Karfreitagsliturgie um seine Todesstunde herum beginnt.

So richtig vorstellen, was es bedeutet, nach einer durchwachten Nacht vor den Hohen Rat, zu Pilatus, wieder hin und her geschleppt zu werden, dann gefoltert zu werden.
Irgendwann steht es fest. Kreuzigung. Unausweichlich.
Von der Folter total geschwächt muß das Kreuz nach Golgotha getragen werden.
Zusammenbruch.
Spott.
Nur wenige Menschen am Wegesrand zeigen Herz.
Kreuzigung. Unerträgliche Schmerzen.
Und doch … ER vergißt die Seinen nicht. Sorgt am Ende noch für seine Mutter …

… und stirbt.

Der Moment des Niederknieens in der Karfreitagsliturgie ist ein Moment der Trauer und doch auch der friedlichen Stille.
Es ist vollbracht.

Die Kirche verharrt am Grab und erwartet die Auferstehung.
Ein stiller Tag.



hebdomada sancta
Donnerstag, 9. April 2009, Donnerstag, 9 April 2009, 08:11:07 Uhr
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Gründonnerstag

gruendo

Einer der wichtigsten Tage im Jahr ist für mich der Gründonnerstag. Am Vorabend des Karfreitag nimmt Jesus vorweg, was er für uns tun /erleiden will und macht es dadurch dauerhaft. Immer wenn wir Eucharistie feiern, ist Jesus wirklich in unserer Mitte. So wirklich, wie er mit den Jüngern zusammen gesessen hat und so wirklich, wie er am Kreuz gestorben ist und so wirklich, wie er Ostern auferstanden ist.
Es ist wohl das tiefste Geheimnis unseres Glaubens, wie das angehen kann, daß Gott selbst für uns zu einem kleinen Stückchen Brot und zu einem kleinen Schlückchen Wein wird. Große Theologen haben sich daran versucht, das Geheimnis des Gründonnerstag zu ergründen. In seiner einmaligen Fähigkeit mit Sprache umzugehen, war es Thomas von Aquin, der erkannt hat, daß es am besten in der verdichteten Sprache der Lyrik möglich ist. So entstand ein Hymnus, der das Geheimnis tief durchdringt und dabei gar nicht erst den Versuch macht, es zu entzaubern.

Pange, lingua, gloriosi
Corporis mysterium,
Sanguinisque pretiosi,
quem in mundi pretium
fructus ventris generosi
Rex effudit Gentium.

Nobis datus, nobis natus
ex intacta Virgine,
et in mundo conversatus,
sparso verbi semine,
sui moras incolatus
miro clausit ordine.

In supremae nocte coenae
recumbens cum fratribus
observata lege plene
cibis in legalibus,
cibum turbae duodenae
se dat suis manibus.

Verbum caro, panem verum
verbo carnem efficit:
fitque sanguis Christi merum,
et si sensus deficit,
ad firmandum cor sincerum
sola fides sufficit.

Tantum ergo Sacramentum
veneremur cernui:
et antiquum documentum
novo cedat ritui:
praestet fides supplementum
sensuum defectui.

Genitori, Genitoque
laus et jubilatio,
salus, honor, virtus quoque
sit et benedictio:
procedenti ab utroque
compar sit laudatio.
Amen.

Preise, Zunge, das Geheimnis
dieses Leibs voll Herrlichkeit
und des unschätzbaren Blutes,
das, zum Heil der Welt geweiht,
Jesus Christus hat vergossen,
Herr der Völker aller Zeit.

Uns gegeben, uns geboren
von der Jungfrau, keusch und rein,
ist auf Erden er gewandelt,
Saat der Wahrheit auszustreun,
und am Ende seines Lebens
setzt er dies Geheimnis ein.

In der Nacht beim letzten Mahle
saß er in der Jüngerschar.
Als nach Vorschrift des Gesetzes
nun das Lamm genossen war,
gab mit eigner Hand den Seinen
er sich selbst zur Speise dar.

Und das Wort, das Fleisch geworden,
schafft durch Wort aus Brot und Wein
Fleisch und Blut zur Opferspeise,
sieht es auch der Sinn nicht ein.
Es genügt dem reinen Herzen,
was ihm sagt der Glaub allein.

Darum lasst uns tief verehren
ein so großes Sakrament;
dieser Bund soll ewig währen,
und der alte hat ein End.
Unser Glaube soll uns lehren,
was das Auge nicht erkennt.

Gott, dem Vater und dem Sohne
sei Lob, Preis und Herrlichkeit
mit dem Geist im höchsten Throne,
eine Macht und Wesenheit!
Singt in lautem Jubeltone:
Ehre der Dreieinigkeit!
Amen.

Pange lingua, Hymnus von Thomas von Aquin.
Übertragung von Heinrich Bone



hebdomada sancta
Mittwoch, 8. April 2009, Mittwoch, 8 April 2009, 21:15:42 Uhr
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Mittwoch der Karwoche

judas

Da waren sie sehr betroffen,
und einer nach dem andern fragte ihn:
Bin ich es etwa, Herr?
Mt 26,22

Da bin ich heute gestolpert. Manchmal gelingt es mir, ein oft gehörtes Evangelium so zu hören, als hörte ich es zum ersten Mal.
Wieso fragen die Apostel einer nach dem anderen, ob sie der Verräter sind. Was treibt sie um? Sind sie sich ihrer selbst nicht sicher? Wissen sie selber nicht, was sie tun? Packt sie auch der Zweifel an Jesus?

Ich glaube, nur Judas, der das Geld schon kassiert hatte und Jesus, der schon entschlossen war, den Willen des Vaters zu tun, waren in diesem Raum zu dieser Stunde wirklich sicher, was sie tun würden.

Die Unsicherheit was zu tun ist, von der ich glaube, daß sie es war, die die Apostel fragen ließ, ist ein Gefühl, daß ich gut kenne. Ich muß mich irgendwie entscheiden und ich kann gar nicht erkennen, was richtig und was falsch ist.

Zwischen schwarz und weiß gibt es viel grau.

Bin ich es etwa, Herr?



hebdomada sancta
Dienstag, 7. April 2009, Dienstag, 7 April 2009, 22:14:04 Uhr
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Dienstag der Karwoche

petrus_hahn

Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben. Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Joh 13, 37-38

Ausgerechnet mein Namenspatron rasselt immer wieder rein.
Selbst jetzt, wo es Hart auf Hart geht.

Und ich?
Ganz ehrlich, ich bin bestimmt nichts besser.

Diesen Petrus macht Jesus zum Felsen für die Kirche.

Auch mit mir hat er was vor, da bin ich mir sicher.

Petrus geht immer wieder zum Herrn zurück, egal was er ausgefressen hat.
Und darauf kommt es an.
Nie aufhören, wieder zum Herrn zurückzugehen, egal, was wir angestellt haben.
Mindestens in dem Punkt ist Petrus ein echtes Vorbild.



hebdomada sancta
Montag, 6. April 2009, Montag, 6 April 2009, 22:39:56 Uhr
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Montag der Karwoche

lazarus
Heute im Evangelium gehört:

Es kamen viel Menschen, um Jesus zu sehen.
Es kamen aber auch viele Menschen, Lazarus zu sehen, den Jesus auferweckt hat.

Viele kamen – wohl durch dessen Zeugnis – zum Glauben.

Da beschlossen die Machthaber deshalb auch Lazarus zu töten.

Es ist auch heute noch gefährlich Jesus zu kennen und sich zu ihm zu bekennen. In einer Zeit in der “wir ja alle Christen sind” ist es nichts weniger gefährlich sich zu Jesus zu bekennen. Sicher, hier wird keiner umgebracht, der sich zu Jesus bekennt, sich bemüht nach seinen Geboten zu leben und zur Kirche, dem mystischen Leib Christi steht. Aber es gibt andere Methoden.