Betreten dieses Weblogs …
Donnerstag, 25. Juni 2009, Donnerstag, 25 Juni 2009, 20:00:08 Uhr
Abgelegt unter: Politik

… ist nur über 80-jährigen in Begleitung ihrer Eltern gestattet.

Dies mag als Disclaimer im Sinne der Forderung des Herrn Jugendminister Armin Laschet gelten.

Der Herr Minister fordert eine Altersangabe auf den Webseiten. Als braves CDU- Mitglied bin ich dem natürlich sofort nachgekommen.

Mein persönlicher Disclaimer spiegelt dann allerdings auch die Sinnhaftigkeit des ministerialen Vorschlages wider. Spüren wir erste Gravitationswellen des Sommerlochs, wenn wir lesen:

Vor allem, um auch den oftmals im Umgang mit dem Internet nicht so bewanderten Eltern ein verlässliches System des Jugendschutzes zu bieten, sei die bisherige Vorgehensweise unzureichend.
Chip online

Pardon, ich vergaß, nach geltender Doktrin meiner Partei sind Eltern ja inzwischen nur noch minderqualifiziert Kinder zu erziehen. Unsere Kinder zu schützen sind wir nun auch nicht mehr in der Lage? Verbindlichen Dank!

Ich rate, angesichts des enormen Sachverstandes unserer PolitikerInnen (und Außen) dazu, einfach jemanden im Alter von 13 bis 15 Jahren zum Bundesinternetminister zu ernennen und bei allen Fragen rund ums Internet entscheiden zu lassen. Aber Achtung, es könnte sein, daß dann Kompetenz in Diskussionen kommt.

Vielleicht sollte sich die Politik mal wieder darauf besinnen, den Menschen eine gewisse Eigenverantwortung zuzutrauen. In jedem Falle bin ich sicher, daß das Internet sich von solchen Gängelungsmaßnahmen nicht sonderlich beeindrucken läßt. Wie der Herr Minister den Betreiber einer im außereuropäischen Ausland gehosteten deutschsprachigen Seite im Zweifelsfalle überreden will, sich der deutschen Gesetzgebung zu beugen, fänd ich wirklich interessant.

Nein, Herr Minister, das Internet hört hinter Wanne-Eickel noch lange nicht auf …



Es spricht für sich …
Donnerstag, 25. Juni 2009, Donnerstag, 25 Juni 2009, 07:03:26 Uhr
Abgelegt unter: Politik, blog

… deshalb sage ich jetzt nichts mehr dazu.

(gefunden bei Amica)



Ministrantenwallfahrt
Donnerstag, 18. Juni 2009, Donnerstag, 18 Juni 2009, 22:44:23 Uhr
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Ein Hinweis, den ich gerne weitergebe:

Am 29. August 2009 findet die Ministrantenwallfahrt der sieben Nordwestdeutschen Diözesen statt.

Der Tag beginnt am Vormittag mit einer Sternwallfahrt: Die Teilnehmer aus dem Erzbistum werden die letzten sechs Kilometer gemeinsam mit den Messdienern aus dem Bistum Osnabrück zu Fuß zurücklegen und gegen Mittag in Kevelaer mit den Gruppen aus den anderen Bistümern zusammentreffen. Nach einem Mittagessen findet in der Innenstadt des größten Marienwallfahrtsorts Deutschlands ein buntes Begegnungsprogramm statt. Die Wallfahrt endet mit einem Gottesdienst, den der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner mit den Messdienern feiern wird. Quelle: Erzbistum Paderborn

Weitere Informationen gibt es hier:

http://www.ministrantenwallfahrt-kevelaer.de/

Ob Maxistranten auch mitfahren dürfen?



Heiligstes Herz Jesu – Hochfest
Donnerstag, 18. Juni 2009, Donnerstag, 18 Juni 2009, 22:36:04 Uhr
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herzjesu Mit der Vesper des heutigen Tages hat ein Fest begonnen, das in unserer Zeit wohl zu den schwierigeren gehört. Sogar Priester haben zuweilen Probleme damit. Ein Priester sagte mir einmal, er habe sich geweigert eine Statue aufzustellen. Die wird so ausgesehen haben wie das nebenstehende Bild. Als Grund gab er ein, bei dieser Statue habe Jesus auf sein Herz gezeigt. Jesus aber habe nie auf sich gezeigt, sondern immer den Nächsten im Blick gehabt. Herz-Jesu-Freitag spielte dort, wo dieser Priester zu sagen hatte, keine Rolle.
Lange Jahre habe ich auch meine Probleme damit gehabt. Ich verehre den ganzen Jesus und nicht nur sein Herz, diesem Satz einer Freundin, dem ich mich im Grunde anschließen kann, hätte vor einigen Jahren auch von mir sein können.

Eine Affininität zum Herz-Jesu-Freitag habe ich entwickelt, weil an dem Tag immer zumindest eine kurze Aussetzung des Allerheiligsten stattfindet und Gelegenheit zur Anbetung gegeben ist. Von Anfang an gab es eine sehr enge Verbindung zwischen Herz-Jesu-Verehrung und Eucharistie. Auch Margareta Maria Alacoque, auf deren Visionen die heutige Herz-Jesu-Frömmigkeit zurückgeht, hatte in den Visionen auch immer Gedanken von häufigem Kommunionempfang. Gerade dies war zu ihrer Zeit nicht gerade üblich.

Herz Jesu und Eucharistie gehören untrennbar zusammen. Bis hin zu etwas exotisch wirkenden Wundererzählungen wie dem Eucharistischen Wunder von Lanciano. Ein Mönch im 8. Jh. zelebriert die Heilige Messe. Bei den Einsetzungsworten verwandeln sich Brot und Wein in Fleisch und Blut. Ein Teil der Hostie wird zu blutendem Fleisch, der Wein wird zu Blut, das kurze Zeit später verklumpt.
Im Jahre 1970 erfolgt eine wissenschaftliche Untersuchung der auf wunderbare Weise gewandelten Eucharistischen Gaben. Bei dem Fleisch handelt es sich um Fleisch aus dem Herzmuskel eines Mannes.
Ich bin nicht in der Lage, die Echtheit eines solchen Wunders zu verifizieren oder zu falsifizieren. Ich möchte es mit einem Satz meiner sehr geschätzen früheren Kirchengeschichtelehrerin sagen: Wenn es nicht wahr ist, ist es wenigstens gut erfunden.

Fleisch aus dem Herzmuskel. Und so versteige ich mich zu der Aussage:
Das Herz Jesu ist die Eucharistie.
Die Kirche ist der mystische Leib Christi.
Das Herz der Kirche ist die Eucharistie.

So wird Herz-Jesu-Verehrung sehr zu recht mit Eucharistischer Anbetung enggeführt.

Ein letzter Hinweis sei noch erlaubt.
Papst Pius IX. legt das Herz-Jesu-Fest genau auf den Freitag nach dem Oktavtag von Fronleichnam, welches nun gerade das Fest der Eucharistie überhaupt ist. Der Tag nach dem Oktavtag von Fronleichnam vertieft die Feier des Geheimnis der Eucharistie noch einmal.

Das Geheimnis der Eucharistie in unserer Frömmigkeit vertiefen, nie war es nötiger als heute, da die Kirche in Strukturdebatten erstarrt. Immer nötiger wird es für uns, auf das Herz Jesu zu schauen, damit er unser Herz nach seinem bildet. Und da liegt der Irrtum des o.g. Priesters. Jesus zeigt, auch wenn er auf sein Herz deutet, nicht wirklich auf sich selbst, er zeigt uns den Weg, wie wir ihm ähnlicher werden können, indem wir die Mitte der Kirche, das Herz der Kirche, eben seine Gegenwart in der Eucharistie immer neu in den Blick nehmen.

Im Empfang der Kommunion will Christus uns verwandeln, damit wir ihm ähnlicher werden.
In der Eucharistischen Anbetung will Jesus unser Herz nach seinem formen.



Lauflinde
Freitag, 12. Juni 2009, Freitag, 12 Juni 2009, 21:34:45 Uhr
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Ab und zu, eigentlich sehr regelmäßig suche ich einen landschaftlich sehr schön gelegenen Bildstock in der Nähe meiner Heimatstadt auf.
Er liegt in einem kleinen Ensemble von Bäumen und Sträuchern. Wer nur an der Straße entlangfährt kann ihn sogar übersehen.

Lauflinde Es ist sehr schön, dort ein wenig zu verweilen und manchmal, wenn es das Wetter zuläßt, setze ich mich auf die Bank, die neben dem Bildstock steht und bete die Vesper.
Wegen des schlechten Wetters war ich jetzt eine Weile nicht mehr da. Heute wurde es Zeit, dort mal wieder eine Kerze anzuzünden. Als ich mich dem Bildstock näherte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Jemand hatte ein weißes Deckchen unter die Blumen gelegt, die immer vor dem Bild stehen.
Daß der Platz und der Bildstock sehr liebevoll gepflegt wird, ist mir sehr wohl bewußt. Denen, die sich so gut darum kümmern, sei auch mal auf diesem Wege dafür gedankt.
Das weiße Deckchen fand ich angesichts des schlechten Wetters der letzten Tage dann doch etwas übertrieben, aber es ist wohl ein Ausdruck der Wertschätzung für diesen Ort.
Ich weiß von vielen, die dort auf einem Spaziergang oder einer Radtour anhalten und einem Moment verweilen.

Skyline Verläßt man das Gebüsch / Baumensemble, so bietet sich ein sehr schöner Blick über die “Skyline” meiner Heimatstadt Geseke mit den Türmen der Stadtkirche (St. Petri, links) und der Stiftskirche (St. Cyriakus, rechts).
Meiner neuen Kamera sei Dank kann ich nun auch solche Fotos machen.
Die gesamte Umgebung besteht aus Wirtschaftswegen, die zwischen Feldern hindurchführen. Man kann dort sehr schön spazieren gehen oder mit dem Rad fahren.



Was soll man da nur machen … ?
Donnerstag, 11. Juni 2009, Donnerstag, 11 Juni 2009, 19:40:07 Uhr
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Heute erhielt ich eine Email als Antwort auf eine Anfrage, die mich zu diesem kleinen Text angeregt hat. Natürlich ist der Text frei erfunden und reine Phantasie. In Wirklichkeit gibt es so etwas nicht.

Vor einige Wochen brachte ich wie üblich mein Auto zur regelmäßigen Inspektion. Als ich den Wagen abgeliefert habe, wies ich auf die Dinge hin, die mir in letzter Zeit aufgefallen waren, nahm den Ersatzwagen in Empfang und fuhr davon.
Am Abend konnte ich meinen Wagen wieder abholen.
Froh darüber, wieder mein eigenes Auto unterm Hintern zu haben fuhr ich los.
Doch bereits an der ersten Kreuzung dachte ich, mich trifft der Schlag. Meine Bremse, die sonst zuverlässig greift und nicht zuletzt dank elektronischem Bremsassistent auch immer das richtige Maß an Verzögerung hinlegt, versagte scheinbar völlig. Ungebremst raste ich auf die vor der roten Ampel wartenden Fahrzeuge zu. Mit Runterschalten, Handbremse anziehen und kräftigem Pumpen auf dem Bremspedal kam ich gerade noch zum Stehen. Das war knapp.

Ich schaltete den Warnblinker ein, fuhr ganz vorsichtig rechts ran, schaltete den Motor aus und stieg aus meinem Auto aus. Das hätte ganz schön ins Auge gehen können, dachte ich mir. Gut, daß es noch in der Nähe der Werkstatt passiert ist.
So schloß ich meinen Wagen ab und stapfte ein bißchen wütend die 500m zur Werkstatt zurück.
Ich suchte den Meister und fragte ihn, was ich ihm getan habe, daß er mich einer solchen Gefahr ausgesetzt habe. Ich ging davon aus, daß schlicht vergessen wurde, die Bremse zu entlüften, doch hätte dies doch spätestens bei der Probefahrt auffallen müssen. Arbeitete man in der Werkstatt meines Vertrauens etwa nicht mehr zuverlässig?

Nun erklärte mir der Meister folgendes:
Auch im Autoreparaturwesen bleibe die Zeit nicht stehen. Wegen der erheblichen Arbeitsüberlastung in seiner Werkstatt habe er ein Kreis von Laien gegründet, die sich mit der Vorbereitung von Reparatur- und Wartungsarbeiten in seiner Werkstatt beschäftige. Dies bringe eine erhebliche Erleichterung seiner Arbeit mit sich und auch die Gesellen empfinden die Mitarbeit von Laien als eine große Bereicherung, da die Vielfalt der Ideen, die in den Gestaltung von Reparaturen und Wartungsarbeiten eingebracht werde, sich als sehr fruchtbar erwiesen habe. Die Qualität der Arbeit habe unterm Strich deutlich zugenommen. Die meisten seiner Kunden seien sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Ich war gelinde gesagt entsetzt. Aber für die verschiedenen Einstellungen an den einzelnen Fahrzeugen gibt es Datenblätter und Herstellervorschriften, das könne man doch nicht einfach ändern, wandte ich ein. Nun, antwortete mir der Meister, im allgemeinen handhabe man das ja auch so, da man die einschlägigen Vorschriften des Herstellers bei der Arbeit zu Grunde lege. Aber man müsse eben immer mal damit rechnen, daß jemand mit der einen oder anderen Vorgabe so seine Probleme habe. Und in der Tat sei es in meinem Falle so gewesen, daß eine Dame aus dem Vorbereitungskreis mit den sehr harten Verzögerungswerten, die für meine Bremse vorgesehen seien ganz große Schwierigkeiten habe. Sie könne damit eben nicht umgehen. Darauf habe man eben Rücksicht nehmen müssen. So habe man dann den Bremskreislauf mit etwas Luft befüllt und so die Härte aus meiner Bremsanlage genommen. Mit dieser Lösung hätten alle wirklich gut leben können. Leicht gemacht habe man sich diese Entscheidung nicht, nach langer Diskussion sei man zu diesem Ergebnis gekommen.

Mit dieser Antwort konnte ich natürlich gut umgehen. Zwar kann es jetzt passieren, daß ich mit meinem Auto tödlich verunglücke, wenn ich auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr bremsen kann, aber wenn sich die Laienmitarbeiter meiner Autowerkstatt damit besser fühlen, dann kann man sie doch nicht mit Vorschriften knebeln, nur weil es Vorschriften sind.

Um es vorweg zu schicken. Die Autowerkstatt meines Vertrauens würde so etwas nie machen.
Und es geht eigentlich auch gar nicht um Autos.
Ich hätte auch ein beliebiges anderes Beispiel nehmen können.

Es ging um … man ahnt es schon … Liturgie. Es geht um Liturgie und willkürliche, den einschlägigen Vorschriften widersprechende Veränderungen an der Liturgie. Es geht um Laien, die in bester Absicht den Wunsch haben, den Priester zu entlasten und bei der Vorbereitung der Liturgie zu unterstützen. Und es geht um einen Priester, der niemandem weh tun möchte.

Aber das kann man ja gar nicht vergleichen, höre ich schon den Einwand.
Stimmt … vielleicht … eine Autowerkstatt und einen Liturgieausschuß oder -kreis kann man nicht miteinander vergleichen. Trotzdem habe ich es mal getan. Weder das eine noch das andere sind harmlose Angelegenheiten, denn Manipulationen am einen wie am anderen sind gefährlich.

Welche von beiden nun die gefährlichere Variante ist, will ich dem geneigten Leser zu entscheiden überlassen.

Ein Hinweis sei noch gestattet: Mt 10,28