Arbeitshilfe zur Internetpräsenz
Donnerstag, 30. Juli 2009, Donnerstag, 30 Juli 2009, 21:41:20 Uhr
Abgelegt unter: katholisches

Internetpräsenz
Viele Kirchengemeinden, aber auch kirchliche Vereinigungen und Verbände haben mittlerweile ihre eigene Website. Die Arbeitshilfe geht auf Rechtsprobleme ein, die im Zusammenhang mit der Gestaltung und Freischaltung von Internetseiten auftreten können. Sie soll den Blick für Sachverhalte schärfen, die rechtlich problematisch werden können wie Namensrecht, Urheberrecht, Presserecht, Haftungsfragen, Datenschutz sowie Fragen des einstweiligen Rechtsschutzes. Die Arbeitshilfe bietet eine gute Basis für das Gespräch mit dem zuständigen Ordinariat/Generalvikariat oder eine anwaltliche Beratung.

Quelle: DBK

Die Schrift kann als *.pdf heruntergeladen oder als Broschüre bestellt werden.



Sowas kommt von sowas …
Donnerstag, 30. Juli 2009, Donnerstag, 30 Juli 2009, 21:16:31 Uhr
Abgelegt unter: katholisches

Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst,

am kommenden Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, Freitag, dem 19. Juni 2009 – dem Tag, der traditionsgemäß dem Gebet um die Heiligung der Priester gewidmet ist – möchte ich anläßlich des 150. Jahrestags des „dies natalis“ von Johannes Maria Vianney, dem Schutzheiligen aller Pfarrer der Welt, offiziell ein „Jahr der Priester“ ausrufen.
weiterlesen

So schrieb Papst Benedikt zur Eröffnung des Priesterjahres an die Priester der Welt.

Dem allgemeinen Stöhnen: “Schon wieder ein Jahr des/der … .”, mochte ich mich in diesem Falle nicht anschließen. Wir haben de fama Priestermangel in Deutschland. Es ist ein Priestermangel, der sich bei genauerem Hinsehen als ein scheinbarer Priestermangel entpuppt, denn nur selten war das Verhältnis Priester: (praktizierende) Katholiken so gut wie derzeit. Allerdings sind in den 50er bis 70er Jahren eine Vielzahl neuer Pfarreien gegründet worden, d.h. auch neue Pfarrer- und Kaplan- oder Vikarstellen geschaffen worden, die nun, mit sinkenden Priesterzahlen nicht mehr besetzt werden können.
Statt nun die überflüssigen Pfarreien wieder aufzulösen, ersticken wir in Strukturreformdebatten. Unsere Priester, insbesondere die Pfarrer, die größere Pfarreiverbände (wie auch immer sie heißen mögen) mit den vielen Gremien leiten, sind überfordert vom Sitzungs- und Verwaltungskatholizismus.

So kann ich mit dem Priesterjahr eine Menge anfangen. Ich wünsche mir, daß die Priester diese Jahr nutzen, um ihre Berufung zu überdenken und zu durchbeten. Ich wünsche den Priestern, auch einmal den Mut ein deutliches “Ja” zu Seelsorge und Sakramentenspendung zu sagen. Ich wünsche den Priestern die Kraft, den überzogenen Ansprüchen der Gremien Paroli beiten zu können.

Vor ein paar Wochen übersetzte Amica ein Gebet für einen Priester aus dem Englischen. Ein Gebet, das ganz konkret für einen Priester gebetet wird. Schnell war die Idee geboren, daraus einen Gebetszettel zu machen. Allerdings nur so, für den eigenen Gebrauch, mit dem Laserdrucker ausgedruckt, um ihn ins Gotteslob zu legen. Dann kam die Idee, wir machen das professionell. Aber wie? Wir bekamen einen Hinweis auf eine günstige Druckerei. Plötzlich war auch das Geld da.
Wenige Tage später lagen die ersten 5000 Gebetszettel zum Verteilen bereit.

Und nun drucken wir schon die zweite Auflage.

Wer Lust hat, mitzubeten, kann hier Gebetszettel bestellen.



Heute im Dom
Montag, 27. Juli 2009, Montag, 27 Juli 2009, 15:46:13 Uhr
Abgelegt unter: katholisches

Heute morgen war ich um 9:00 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn. Die Liborifeiern dauern eine Woche. In dieser Zeit werden sage und schreibe 11 (In Worten elf) Pontifikalämter gefeiert. Sehr schön finde ich immer wieder das Pontifikalamt mit den französischen Gästen. Der “Liebesbund ewiger Bruderschaft zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Le Mans” hat alle Kriege und (Erb)feindschaften überlebt. So nimmt auch diesmal wieder der Bischof von LeMans Monsingneur Yves Le Saux am Liborifest teil und hat Priester und Gläubige mitgebracht.

Bischof Yves Le Saux, der sein Amt erst im Januar diesen Jahres angetreten hat, ist erstmals zum Liborifest in Paderborn. Er zelebrierte heute morgen das Pontifikalamt im rappelvollen Dom. Es hat einen kleinen Hauch Weltkirche, wenn alle landessprachlichen Anteile der ansonsten in Latein zelebrierten Hl. Messe in Deutsch und Französich vorgetragen werden. Teilnehmer der Tour de St. Liboire lasen eine Fürbitte vor. Als Danklied trug eine recht spontan gebildete Schola einen Gesang in französischer Sprache vor.

Ein Bericht über das Pontifikalamt, die Predigt und einige Bilder finden sich auf der Internetseite des Erzbistums Paderborn.

Einen kleinen Wermutstropfen habe ich leider:
Sofort im Anschluß wurde das Pontifikalamt mit den Frauen gefeiert. Viele Frauen kamen bereits während der noch laufenden Meßfeier in den Dom und störten durch teilweise ziemlich laute und rücksichtslose Gespräche. Zum einen ist es sicher nicht so toll überhaupt während die eine Messe noch nicht beendet ist, schon in den Dom zu gehen. Dann aber vernehmlich zu stören, finde ich unverschämt. Vielleicht sollte man im Domkapitel mal über einen Ordnerdienst nachdenken.



Mathe für Theologen
Samstag, 25. Juli 2009, Samstag, 25 Juli 2009, 10:59:13 Uhr
Abgelegt unter: katholisches

Schon seit Jahren bin ich entschieden dafür, daß Mathematik in gewissem Umfang Bestandteil des Theologiestudiums sein sollte.

Der Tatsache, dass die weltweit verbreite Petition „Für eine uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils“ mehr als 50.000 Unterschriften bekommen hat, davon die meisten aus dem deutschsprachigen Raum, muss jedoch praktisch-theologisch das größere Gewicht eingeräumt werden. Sie zeigt nämlich, wie sehr es innerhalb des sog. Kirchenvolkes stimmungsmäßig brodelt, und zwar nicht erst jetzt, sondern schon seit geraumer Zeit. Der Anlass, der zu der Petition geführt hat, hat gewissermaßen den schon vorher angestauten Druck explodieren lassen. (Norbert Mette:
Für einen Kurs der römisch-katholischen Kirche im Sinne des Konzils. Eine
Einschätzung der „Petition Vaticanum 2“ aus praktisch-theologischer Sicht
)

Weltweit gibt es 1.131.000.000 (Stand 2008, Quelle Wikipedia) Katholiken.

50.000 Unterschriften hat die Petition erreicht.
Das sind sage und schreibe 0,0044% der Katholiken weltweit.
Damit würde ich diese Petition und ihr Ergebnis nicht einmal als einen Sturm im Wasserglas bezeichnen.

Selbst wenn man es in Relation zu den Katholiken in Deutschland nimmt, dies sind 25.461.000 (Stand 2007, Quelle Wikipedia), kommt man auf den sagenhaften Prozentsatz von 0,19% der Katholiken in Deutschland.
Mit einigem Wohlwollen könnte man da von einer winzigen Anspaltung von der Kirche reden. Zahlenmäßige Bedeutung kommt dem Ergebnis der Petition wohl kaum zu. Mit einem verpflichtenden Mathekurs für Theologen im Grundstudium würde einem gestandenen Theologieprofessor ein solcher Fauxpas nicht unterlaufen.

Daß dieser lächerlich kleine Haufen von Pseudorebellen natürlich lautstark in den Medien vertreten ist, ist klar, haben sie doch nicht nur das kleine Gespenst (aka: Der Geist des Konzils) sondern auch den Zeitgeist hinter sich. Beide spielen in der veröffentlichten Meinung sicher eine große Rolle.
Für die Kirche spielen sie keine Rolle. Sie werden eines Tages vielleicht noch eine Fußnote in der Kirchengeschichte sein.