Dann mach doch die Bluse zu

Kelle, Birgit Dann mach doch die Bluse zu Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn Erschienen im adeo - Verlag  ISBN 9783942208093 17,99 €

Kelle, Birgit
Dann mach doch die Bluse zu
Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn
Erschienen im adeo – Verlag
ISBN 9783942208093
17,99 €

Rezension eines

Frauenbuches der etwas anderen Art.

Um es gleich vorweg zu schicken: Es ist ein kämpferisches Wutbuch.
Hier schreibt sich eine Frau und Mutter ihre Wut und ihre Empörung von der Seele. Seit Jahrzehnten schon wird den Frauen eingeredet: “Du mußt einen Beruf ergreifen.” – “Du mußt Karriere machen.” – “Du mußt Deine Kinder abgeben!” – “Du mußt … im Grunde als Frau ein männlicherer Mann werden.” Merke! “Du mußt!” – Nicht “Du darfst!”

Hausfrau, Mutter, Ehefrau – Worte, die alle einmal ehrenwerte Bezeichnungen für eine Dame waren, sind zu Schimpfwörtern verkommen. Birgit Kelle prangert dies kraftvoll an. Sexismus, Feminismus, Genderwahn, Quoten, (Zwangs-)Kitas und Diskriminierung von Eltern, so läßt sich grob der Themenrahmen umreißen. Nichts weniger als die Demaskierung der angeblich so modernen Frauen- und Familienbilder hat sich die Autorin vorgenommen. Totalitär übergestülpte Ideologien sind es, die den Frauen ausgerechnet von Feministinnen als Befreiung verkauft werden sollen.

Es gelingt ihr brilliant. Und der Beifall vieler Familien dürfte sicher sein.

Scharfe Worte, unmißverständliche Sprache und große Sorgfalt in der Argumentation machen das Buch gut lesbar. Wiewohl gut 200 Seiten kaum auszureichen scheinen, den Themenkomplex bis in alle Tiefen auszuloten, sind in jenen Themenfeldern, die ein Kanzler Schröder einst als “Frauen und Gedöns” abtat, die Problempunkte erkannt, benannt und Auswege aufgezeigt. Der Fehdehandschuh ist geworfen.

Ein Dank sei der Autorin an dieser Stelle, daß sie uns Männer vor dem Generalverdacht des Sexismus in Schutz nimmt. Als wahre Monster wähnte Man(n) sich ob des #Aufschrei. Und wirklich: Wer traut sich denn noch einer Dame ein Kompliment zu machen?

Dem Feminismus gebührt das Verdienst, den Frauen gleiche Rechte erstritten zu haben. Wahlrecht, Beruf, freie Wahl des Ehemannes und vieles andere mehr. Dies erkennt auch Birgit Kelle fraglos an. Der Feminismus –  nicht erst unserer Tage – hingegen entpuppt sich bei genauerem Hinsehen trotzdem als eine intolerante, totalitäre Ideologie, die ausgerechnet den Frauen Denk- und Redeverbote erteilt. Das Buch nennt Beispiele in Hülle und Fülle.

Ein lebendige Beschreibung des Alltag als Mutter, die Freuden und Leiden dieser Lebensform in keiner Weise ausspart, muß den Ideologinnen in Ministerien, Gleichstellungsämtern und Lehrstühlen für Genderstudies schlicht die Haare zu Berge treiben. Es kaum auszuhalten, daß eine Frau von ihrem Mann und ihren Kindern in Geiselhaft genommen wird und auch noch vorgibt, glücklich dabei zu sein. Ja mehr noch, sogar angibt dieses Gangsterpack “zu lieben”.
“Stockholm- Syndrom” lautet die Diagnose und definiert – in bester sozialistischer Manier – unliebsames Gedankengut als pathologisch. Folge: Der Frau muß geholfen werden!

“Nein!”, sagt die Autorin. Weder sie noch die anderen Millionen Mütter und Hausfrauen, brauchen Hilfe von allwissenden Ideologinnen, die ihnen ihren Lebensentwurf vorschreiben wollen. Hilfe ist nötig. Sie ist sogar an vielen Stellen nötig. Birgit Kelle führt aus, wo dies der Fall ist.

Breiten Raum nimmt der Genderwahn im Buch ein. Zu Recht entlarvt die Autorin die Genderstudies als eine Pseudowissenschaft, die nichts anderes im Sinn hat und erreichen wird, als Verwirrung zu schaffen. Dazu bedient sich diese brutalster Eingriffe in das menschliche Wesen. Nicht zuletzt auch nutzt sie Sprachverwirrung, gegen die Orwellscher Neusprech geradezu vor Klarheit strotzt. Wer aufmerksam Kelles Buch liest, kommt recht fix dahinter: Die Genderstudies sind derzeit in unserem Land das, was einst in der “DDR” der dialektische Materialismus war. Ohne Genderstudies geht in diesem Land gar nichts mehr. Keine Politik, keine Forschung, keine Wirtschaft. Selbst Klos kann man ohne Gender nicht mehr bauen.

Um die Frauen vollständig zu beglücken, soll die Quote das schaffen, was bislang mißlungen ist: Mehr Frauen in Vorstände. Birgit Kelle erklärt, warum das Blödsinn ist. 1. Wer will schon Quotenfrau sein?  2. Ebenso wie nicht jeder Mann auf dieser Welt einen Posten im Vorstand eine DAX – Unternehmens anstrebt, tun dies auch Frauen in der Mehrzahl nicht. Mit einfachen Rechnung (Stichwort: Hausfrauenmathematik! ) entlarvt Birgit Kelle die splitternackte Quotenkaiserin und stellt klar, warum immer weniger Frauen in Spitzenpositionen sein werden als Männer. Sie nennt einen Ausweg, aber der wird den Ideologinnen nicht gefallen.

Schonungslos demaskiert wird der Generalverdacht des politischen Mainstream, natürliche Eltern seien vorwiegend versoffene, bildungsferne Erziehungsdilettanten. Es geht vielmehr um wirtschaftliche Ziele und es geht um die Lufthoheit über die Kinderbetten. Diese komplette Ökonomisierung der gesamten Frauen-, Familien und Kinderpolitik ist im Grunde sozialistische Zwangsbeglückung in Reinkultur.

Es gibt noch viel zu diskutieren, soll nicht die Zukunft unseres Landes unter Ideologien begraben werden. Hier ist der Anfang gemacht.

Allen, die in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Entscheidungen zu fällen haben, die Familien betreffen, sei dies Buch wärmstens empfohlen. Den Hausfrauen und Müttern mag es als Ermutigung dienen. Den Karrierefrauen sei es eine Verständnishilfe. Weiteste Verbreitung sei dem Buch zu wünschen, und sollte Birgit Kelle – es sei ihr gegönnt – dadurch reich und berühmt werden, so wäre es noch mal ein “Extra- Ätsch!” eines vermeintlichen “Heimchen am Herd” an die ideologisch verblendeten Kritikerinnen.

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