Vierzig Tage
Freitag, 8. Februar 2008, Freitag, 8 Februar 2008, 21:49:53 Uhr
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Sehr gerne weise ich auf eine Aktion hin, die mir selber sehr am Herzen liegt.

Es geht um Vierzig Tage Gebet um geistliche Berufe.

via Amica



Folge mir nach
Sonntag, 27. Januar 2008, Sonntag, 27 Januar 2008, 23:13:05 Uhr
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Über die Berufung von vier der zwölf Apostel, wie sie Markus beschreibt, haben wir heute im Evangelium gehört.
Dankbar schüttele ich hier symbolisch unserem Vikar die Hände, der betont hat, daß man sich das nun nicht als einen historischen Bericht der Berufungen denken sollte.
Also, kurz gesagt, die berufenen Fischer werden wohl doch noch aufgeräumt haben, bevor sie losgegangen sind.

Was sagt uns die Art der Erzählung?
Sich für Nachfolge zu entscheiden verlangt Radikalität.
Halbe Nachfolge kann es nicht geben. Ich kann mich nicht mal für mal gegen Nachfolge entscheiden.
Ich kann mich auch nicht entscheiden, Jesus in diesem Punkt zu folgen, in jenem hingegen nicht.

Also heißt es. Auf! Hinter mich!
Der Herr geht voran, wir folgen nach.

Voraus geht dem allerdings eine Entscheidung. Da liegt für viele heute ein Knackpunkt.
Wir werden in der Regel im Säuglingsalter in die Kirche hineingetauft und wachsen mehr oder weniger in und mit der Kirche auf.
Auch wenn es in meiner Kindheit zumindest in der Familie im engeren Sinne kaum Berührungspunkte mit der Kirche gab, so war ich getauft, wurde zu Erstkmmunion und Firmung geschickt, weil es sich so gehört. Ein innerer Vollzug war ebenso wenig gegeben wie eine katholische Sonntagspraxis. Man blieb eben dabei stehen, daß der liebe Gott irgendwie zur Kindererziehung dazu gehört. Und mit dem Kinderglauben war dann auch Feierabend.
So bin ich auch – aber eher am äußersten Rand – in die Kirche hineingewachsen und in der Pubertät und Adoleszenz wieder hinaus. Zur Sorge meiner sehr frommen Großmutter, die vermutlich viel für mich gebetet hat.

Über meine Bekehrung hatte ich schon einmal geschrieben.
Es war genau das, was heute im Evangelium steht: folge mir nach!
Ich mußte antworten und habe es getan. So weit so gut.
Durch meine Entscheidung bin ich weder ein besserer Mensch geworden, noch hat sich eine meiner Schwächen oder Stärken, Begabungen oder Unfähigkeiten verändert. Ich habe meine ganze Persönlichkeit, meine Biographie und alles, was mich ausmacht, mitgenommen. Beruhigend, daß der Herr mich dennoch gerufen hat.

Beides, Hineinwachsen in die Kirche, wie auch ein Bekehrungserlebnis (für das man nicht vom Pferd fallen muß) haben ihre Vorzüge und Nachteile. Manchmal hätte ich auch gerne eine Erinnerung an eine schöne Ministrantenzeit.
Andererseits hatte ich die Chance mich zu entscheiden, was vielen “Schon-immer-Katholiken” einfach fehlt.
Über diese Möglichkeit, die ich hatte, bin ich sehr froh.