Immer wieder …
Montag, 17. November 2008, Montag, 17 November 2008, 21:24:03 Uhr
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… werde ich nach dem liturgischen Kalender für 2009 gefragt.

Da habe ich ja was angefangen vor 2 Jahren, oder sind es schon 3?
Wie auch immer, jetzt muß ich wohl dabei bleiben und so wird es auch in diesem Jahr zum ersten Advent den neuen liturgischen Kalender geben.

Ich werde ihn wie üblich wieder als *.csv zur Verfügung stellen, dann sollte er sich in alle gängigen Kalenderformate importieren lassen.

Allen, die jetzt schon darauf warten, danke ich für ihr Interesse.



Für die Juden
Freitag, 21. März 2008, Freitag, 21 März 2008, 17:15:28 Uhr
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Hoch gingen sie, die Wellen, wegen der neuen Fürbitte für die alte Form der römischen Liturgie. Da ich bevorzugt die ordentliche Form der römischen Liturgie mitfeiere, wie wohl die weit überwiegende Mehrheit der praktizierenden Katholiken, war es mir ein Anliegen, “unsere Fürbitte” für die Juden einmal anzusehen.

Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will.

(Beuget die Knie. – Stille – Erhebet euch.)

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast Abraham und seinen Kindern
deine Verheißung gegeben.
Erhöre das Gebet deiner Kirche für das Volk,
das du als Erstes zu deinem Eigentum erwählt hast:
Gib, dass es zur Fülle der Erlösung gelangt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Quelle: Schott

In den Karfreitagsfürbitten nimmt die Kirche unterm Kreuz die Welt ins Gebet. So kommt auch das Volk der Juden in den Blick. Jesus war Jude und ist es immer geblieben, so hat die Kirche mehrfach im Laufe der letzten Jahre betont. Päpste haben dem Volk aus dem unser Erlöser hervorgegangen ist, mehrfach die Hand gereicht. Nach Jahrhunderten einer leidvollen gegenseitigen Ablehnung, die natürlich auf die Kreuzigung zurückgeht, die aber auch Aspekte des Aberglaubens und haltloser Verdächtigungen beeinhaltet, empfinde ich die Annäherung als ermutigend. Ermutigend auch für den Dialog mit anderen Religionen.

Die Verschiedenheit nicht leugnen, die (erkannte und geoffenbarte) Wahrheit nicht verschweigen und dennoch sich einander im offenen Gespräch wohlwolend aneinander annähern, das sollte im 21. Jahrhundert eigentlich möglich sein. Nicht weil wir bessere Menschen als unsere Vorfahren sind, sondern weil wir – auch Dank der gedanklichen Leistungen unserer Vorfahren – Erkenntnisse gewonnen haben, die uns dazu befähigen. Treten wir das Erbe an.

So kann auch eine liturgische Fürbitte für die Juden nicht mehr einfach von Ungläubigen sprechen oder das ganze jüdische Volk der Schuld am Tod des Erlösers bezichtigen, welchen ein Teil der Oberschicht im antiken Jerusalem der 30er Jahre des ersten Jahrhunderts zu verantworten hat.

So kann und darf die Kirche beten, daß der Volk der Juden dem Bund mit dem Vater treu bleibt. Diesem Bund, der nie gekündigt wurde, in Jesus Christus jedoch vollendet ist, die Treue zu halten, heißt nicht mehr und nicht weniger, als auf dem Weg zum Erlöser, zum Heiland, zum Messias, zu Christus zu sein. Mögen auch die den Messias Christus erkennen, die ihn in der Treue zum Bund Abrahams, Isaaks und Jakobs, in der Befolgung des Gesetzes Mose und im Hören auf die Propheten so dringend erwarten. Spätestens am jüngsten Tag werden sie ihn erkennen, das glauben wir Christen ganz fest.

Dies ist das Ziel, zu dem Gottes Ratschluß sein erwähltes Volk führen will. Wann? Der Herr wird es wissen.

So ist die Bitte recht ausgesprochen, denn sie schließt die in der alten Form erbetene Bekehrung des Bundesvolkes ganz sicher nicht aus. Ja mehr noch, sie erbittet sie geradezu von Herrn, da doch dies der Weg ist, der “zur Fülle der Erlösung” führt.

Möge der Herr die Kinder Abrahams auf sicherem Weg zur Fülle der Erlösung geleiten, ohne daß wir uns anmaßen, ihm Vorschriften über das “wie und wann” zu machen.



Hart
Sonntag, 3. Februar 2008, Sonntag, 3 Februar 2008, 21:46:04 Uhr
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ist so etwas ja schon.
Dagegen war die gereimte Predigt unseres Vikars ja noch richtig erträglich. Auch wenn sie keinerlei Bezug zu Evangelium und/ oder Lesung hatte. Zu allem Überfluß wurde danach noch applaudiert, was ich überhaupt nicht mag.

Naja, in vergangenen Jahren habe ich am Sonntag vor Achermittwoch schon schlimmeres erlebt.
Büttenpredigten, Priester in kunterbunter Kasel, verkleidete Ministranten … alles schon durchlebt und erlitten. Ich bin eben kein Rheinländer und so geht mir das Verständnis für das närrische Treiben vor Beginn der Fastenzeit fast völlig ab. Mag mich der Rheinländer auch schelten. Auch bei uns wird an dem Donnerstag, der allgemein Weiberfastnacht genannt wird, das Rathaus von Hexen gestürmt. Wann immer es geht vermeide es, dort zu erscheinen. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen hingehen muß, bin ich schnell wieder weg. Danach gilt es, sich auch möglichst bis abends von der Innenstadt fernzuhalten.

Da es kein liturgisches Fest 1. Sonntag der Karnevalszeit gibt, möchte ich in der Messe davon einfach nur verschont bleiben. In diesem Jahr hat es, abgesehen von der gereimten Predigt, gut geklappt.



Introibo ad altare Dei
Mittwoch, 16. Januar 2008, Mittwoch, 16 Januar 2008, 22:49:26 Uhr
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Seit vielen Jahren war ich heute erstmals wieder in einer Messe in der alten Form des Römischen Ritus.

Es ergab sich so und ich hatte noch nie Berührungsängste oder ideologische Vorbehalte dagegen. Die Zelebrationsrichtung versus orientem empfinde ich ohnehin als angenehm, mit der lateinischen Sprache als Liturgiesprache habe ich kein Problem und im Studium habe ich die alte Form des Römischen Ritus durchgearbeitet. Meine Oma ist mit dieser Form, die Hl. Messe zu feiern, eine fromme und anständige Frau geworden und ist es nach der Liturgiereform geblieben.

Insofern gibt es eigentlich nur wenig Gründe, die von Tradis gerne “Alte Messe” genannte außerordentliche Form der Hl. Messe nicht wesentlich öfter mitzufeiern. Diese wenigen sind zum einen, daß ich (im Glauben) in der neuen Form (Meßbuch von 1970) der Hl. Messe aufgewachsen bin. Von den Übergängen habe ich trotz meines Alters so gut wie nichts mitbekommen, da man in meiner Familie nicht in die Kirche ging. Sehr bedauerlich, denn sonst hätte ich in meiner Grundschulzeit den Wechsel mitbekommen.
Als ich in den 80er zum Glauben fand, stellte sich die Frage nach der alten Form der Messe in meinem Umfeld überhaupt nicht. Mit dieser Frage bin ich erst sehr viel später konfrontiert worden und war geschockt über den zuweilen heftigen und völlig unreflektierten Fanatismus, mit dem die “Neue Messe” abgelehnt und die “Alte Messe” als einzig wahres Mittel zum Heil dargestellt wurde.

Dieser Schock und andere Erlebnisse hatten mich gegenüber der Frage nach der Liturgiereform sensibilisiert, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich auch schon entdeckt, daß in der Liturgie nicht alles Gold ist, was glänzt. Blieb ich zu Beginn meiner Glaubenszeit von “liturgischen Wildsauererein” verschont, erlebte ich sie in dieser Zeit zu Hauf. Eine Affinität zur “Alten Messe” habe ich dennoch nie entwickelt, weil ich auch nach den verschiedenen seltsamen Erlebnissen immer wußte, daß die Messe nach dem II. Vat. die eine Messe war, die sie immer war. Ich wußte, daß sie würdig gefeiert werden konnte. Zweifel an der Gültigkeit habe ich immer für groben Unfug gehalten. Die Neugier führte mich zu Pius Parsch. Ich las mehrere seiner Schriften und entdeckte die liturgischen Mißbräuche die in der “Alten Messe” vorkamen. Sie schockierten mich nicht weniger als das was ich damals erleben mußte und unserer Tage noch in der Liturgie erlebe. Müßig, an dieser Stelle auf Detail einzugehen.

So lange nun so viel Fanatismus in der Luft lag, die alte Form des römischen Ritus immer den Ruf des Verbotenen hatte und es trotz Indult immer noch etwas beinahe anrüchiges hatte, eine Hl. Messe in dieser Form zu besuchen, wollte ich das einfach nicht. Insbesondere die schismatische Piusbruderschaft machte in erheblicher Weise Stimmung, schien aber die Messe nur zu einem Zweck zu mißbrauchen, nämlich “hinters Konzil zurück” zu kommen.
Besonders in dieser Hinsicht bin ich unserem Heiligen Vater dankbar für das Motu Proprio, denn nun müssen sie die Maske fallen lassen und sagen, was sie wirklich wollen.

Auf der anderen Seite können nun alle, die dies wollen, die Hl. Messe in der alten Form mitfeiern, ohne in den Geruch einer Sonderposition zu kommen oder sich rechtfertigen zu müssen.

So konnte ich heute abend eine Hl. Messe in der alten Form feiern, ohne mir dabei komisch vorzukommen.

Endlich mal sehr bewußt mitzufeiern, was man nur in der Theorie gelernt und studiert hat, war sehr interessant. Die strengen Rubriken bewirken einen optischen Eindruck, der Klasse ist. Die Stille, die Gregorianik und die sehr andächtige Teilnahme der Meßbesucher war tief beeindruckend.
Die Messe war sehr gut besucht, ca. 60 Menschen jeder Altersstufe hatten sich in der Krypta des Hohen Doms zu Paderborn versammelt. Über ihre Motivation kann ich nur spekulieren, in jedem Falle waren alle sehr intensiv dabei. Seien sie nun Ästheten, Rubrikenfans, Traditionalisten, Neugierige oder einfach normale Meßbesucher, wie auch immer, die Atmosphäre war sehr fromm. Die Predigt hat mir sehr gefallen, die Ministranten verstanden es ihren Dienst sehr würdig zu versehen. Auch knieend Mundkommunion zu empfangen, bereitete mir keine Probleme. Mehr noch, mich hat die Disziplin und Ruhe bei der Kommunionausteilung sehr beeindruckt. Es hat niemand gedrängelt und niemand störte es, daß der Priester allein die Kommunion spendete. Durch die längere (im übrigen sehr schöne) Kommunionspendeformel dauert es ohnehin länger.

Unterm Strich kann ich nur sagen, daß es für mich kein Problem war, die Hl. Messe in dieser Form zu feiern.

Wenn ich morgen abend in meiner Heimatstadt
in die Stiftskirche zur Hl. Messe gehe,
werde ich nicht das Gefühl haben,
etwas anderes zu tun als heute Abend im Dom.
Vermissen werde ich auch nichts.

Es ist die eine Hl. Messe im römischen Ritus.

Bei der alten Form fremdele ich ein klein wenig und das wird sich auch so schnell nicht ändern.



Liturgischer Kalender 2008
Sonntag, 2. Dezember 2007, Sonntag, 2 Dezember 2007, 14:53:08 Uhr
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Wie versprochen, allerdings leider nicht ganz rechtzeitig, ist hier der Liturgische Kalender für 2008:

In dem *.zip – Archiv, das ich unten zum Download bereitstelle, sind die Dateien:

litkal_2008.csv
litkal_2008.xls

enthalten.

Auf die riesige *.pst – Datei habe ich verzichtet, da Outlook auch mit *.xls und *.csv sehr gut klarkommt.

Liturgischer Kalender 2008 zum Download.

Ich wünsche allen viel Freude und eine gute und gesegnete Adventszeit.

Sollte ein Bug drin stecken, bitte ich um einen Hinweis.